Spanienrundfahrt 2005

[article] [edit page] [discussion] [history]

Aus Camping-Wiki


zurück zur Kategorie Reiseberichte


Bericht über unsere Spanienrundfahrt 2005

Spanien.jpg



Reiseroute
Die grobe Reiseroute Spanien ist in der Karte eingezeichnet. In dem Bericht ist sie detailliert beschrieben

Literatur

.

Städteführer: Baedeker: Spanien
Vorwiegend zur Reisevorbereitung:
Michael Müller Verlag: Spanien
Bücher der WOMO-Reihe: Tourenbeschreibungen

Sehr gutes Infomaterial über Städte und Landschaften gibt es von den spanischen Fremdenverkehrsämtern.
Auf der Reisemesse CMT in Stuttgart sammelten wir unsere Informationen.

Spanischer Campingführer

Kartenmaterial Frankreich:
Michelin Detailkarten 1:200 000
Michelin Übersichtskarte 1:1000000
Spanien:
Michelin Detailkarten 1:200 000
Euro-Reiseatlas 1:300 000
Navigationshilfe Navigationssystem TomTom auf PDA
Fahrt

Reisedauer: 42 Tage
Fahrstrecke: 7392 km
Witterung
Vor Reiseantritt hatten wir Bedenken wegen der zu erwartenden hohen Temperaturen. Es war sehr heiß und in der Sonne teilweise unerträglich. Im Schatten war es angenehmer. Da es meist Hochebenen sind, ging fast immer ein wenig der Wind. Unangenehmer waren die wenigen Aufenthalte in den Feuchtgebieten. Dort war es schwül.


1. Tag Mittwoch 27.7.2005

Wir nehmen die übliche Fahrstrecke über Germersheim, Lauterbourg, Mühlhouse, Belford. Vor Besancon übernachteten wir in Clerval am Ufer des Doubs.
Im Frühjahr sind wir durch die Vaucluse gefahren und haben die nicht blühenden Lavendelfelder gesehen. Wir wollten den Lavendel blühen und die Berge an der Route Napoleon endlich bei Sonnenlicht sehen. Aus diesem Grunde haben wir diese Anfahrroute über die Route Napoleon gewählt. Die sind wir jetzt zum dritten Mal gefahren und die Sicht war einigermaßen gut.
2. Tag Donnerstag 28.07.2005
Weiter ging's die N 83 über Besancon nach Lons. Die D 52 über Orgelet, nach Oyonnax. Dann die D13, D 55 nach St.Germain de Joux. Weiter auf der N 84 nach Bellegarde und die N 508, D 992 nach Seyselle. Dort kamen wir zur Rhone. Dann am Lac de Bourget entlang nach Aix le Bains, Chambery, Grenoble zur N 85 Route Napoleon. In Vizille sind wir in einer Kreiselbaustelle falsch abgebogen und erst mal durch die Gegend geirrt. Nachdem wir wieder die Richtung gefunden hatten, ging es Richtung Gap. 18 km vor Gap fanden wir am Ufergelände eines Gebirgsbaches einen schönen Übernachtungsplatz.
Wir legten uns in das Wasser des angenehm temperierten Gebirgsbaches. Nach dem heißen und schwitzigen Tag, eine angenehme Abkühlung. Es war sehr heiß und trübe, kein Fotografierwetter.

Spanien 2005 010.jpg

3.Tag Freitag 29.7.2005

Nach dem Frühstück ging es weiter über Gab nach Sisteron. In Sisteron entsorgte ich am Stellplatz. Unser Ziel waren die Lavendelfelder der Vaucluse. Nach Sisteron sind wir auf die D 946 abgebogen in das Valleé de Jabron. Wir wechselten auf die D 542 und fuhren über Montgrun les Bains, einem mittelalterlichen Städtchen, das wir in diesem Frühjahr besichtigt hatten, nach Sault. Dort sahen und rochen wir endlich den bekannten Lavendel. Im Tal sah man die Wasserdampffahnen der Dampfkessel, in denen aus den Lavendelblüten durch Wasserdampfdestillation das Lavendel-Aromaöl gewonnen wird. Nach Carpentras fuhren wir über die D 942 durch die „Georges de la Neque“. Es ging entlang einer Schlucht, von der man mehr sehen konnte als bei der Fahrt durch die Schlucht von Verdon. Die Schlucht von Verdon ist zwar tiefer, an dieser Schlucht fährt man länger entlang und sie gefällt mir besser. Als Tagesziel hatten wir den SP Aigues-Morte
ausersehen. Da wir die alte Stadt bereits in diesem Frühjahr besichtigt hatten wollten wir hier lediglich übernachten


Spanien 2005 012.jpg
Spanien 2005 022.jpg

4. Tag Samstag 30.07.2005
Nach dem Frühstück und der Ver- und Entsorgung ging's nach Castelneau le Lez, der Partnerstadt unserer Heimatgemeinde. Wir waren noch nie hier und nutzten die Gelegenheit zu einem Besuch. Es liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Montbellier. Da gerade Markt war, schlenderten wir über den Markt und bunkerten Vin Rouge. Dann ging's die Rue National über Perpignan und Port Bou weiter Richtung Spanien. Unser erstes Ziel in Spanien war das Dali Museum in Figueres. Es war beeindruckend, wie vielfältig dieser Künstler war und mit welchen Materialien er gearbeitet hat. Das nächste Ziel war die Schildkrötenaufzuchtstation von La Albera in Garriguella. Wir kamen nach 18.00 Uhr an und übernachteten auf dem Busparkplatz. Wir haben zuhause eine Schildkröte und haben uns deshalb für diese Einrichtung interessiert.

5.Tag Sonntag 31.7.2005
Das Gebiet von La Albera ist das letzte Rückzugsgebiet der Schildkröten in Spanien. Die hier gezüchteten Schildkröten werden ausgewildert. Zum Schutz dürfen in diesem Gebiet keine Tiere privat gehalten werden. Es gab sogar eine Videovorführung in deutscher Sprache.
Weiter ging es dann nach Besalú einem mittelalterlichen Städtchen, das sein altertümliches Bild des Ortskerns bewahrt hat.
Das Wahrzeichen der Stadt ist die mittelalterliche Brücke mit ihrer charakteristischen Silhouette, die bereits 1315 errichtet wurde. Sie überspannt den Riu Fluvià mit 5 unterschiedlich großen Bögen. Sie ist stadtseitig durch ein Tor und in ihrer Mitte, durch einen Wehrturm mit Fallgittern, gesichert. Hier wurde beim Überqueren der Brücke schon im Mittelalter Brückenzoll kassiert. Heute nennt man so etwas Brückenmaut. Aber wie man sieht, ist die Idee uralt. Es lohnt sich Besalú zu besuchen.
Die Weiterfahrt ging über Banyoles, Olot, San John les Fonts nach Ripoll. Wir fuhren dann den Rio Ter entlang und übernachteten an einem Sportplatz.



Besalu
Spanien 2005 053.jpg
Spanien 2005 054.jpg

6. Tag Montag 1.8.2005
Unser nächstes Ziel war Barcelona. Wir verließen die Autobahn und fuhren in die Stadt. Bei einem Ampelstop fiel eine Horde Fensterputzer über die Autos her. Ich lehnte massiv ab, da sie die hohen WoMo-Scheiben mehr verschmieren, als reinigen. Bei der Weiterfahrt machte uns ein jugendlicher Mopedfahrer auf Etwas an unserem WoMo aufmerksam. Ich fuhr weiter, aber bei mir schrillten sämtliche Alarmglocken. Als er ein weiteres mal vorbeifuhr machte er uns wieder aufmerksam und bedeutete uns, ihm zu folgen. Wir folgten allerdings nicht seinen "freundlichen" Hinweisen, sondern hielten auf der Nebenspur der belebten Avenue Diagonale und sicherten alle Eingänge zum WoMo. Bei dem Ampelstop wurde der rechte Hinterreifen zerstochen. Durch den aufdringlichen Fensterputzer waren wir abgelenkt und dem hinteren Fahrzeug wurde durch eine ähnliche Putzaktion die Sicht versperrt. Man hat praktisch keine Möglichkeit die Situation zu kontrollieren. Nach dem Anruf beim ADAC Barcelona, war innerhalb 30 min ein Helfer des spanischen Automobilklubs RACE da und wechselte den Reifen. Anschließend lotste er uns zu einem Reifendienst in der gleichen Straße. Vorher hatte ich mir, bei dem Versuch den Reifen selbst zu wechseln, einen Muskelriss zugezogen. Die daraus folgende Gehbehinderung und das Frusterlebnis veranlasste uns die Stadtbesichtigung zu verschieben. Zum Übernachten fuhren wir auf den CP El Rocá in Sitges. Ein CP neben Hochhäusern.

7. Tag Dienstag 2.08.2005
Wir holten unseren Reifen ab. Es war ein Chaos. Kreisel mit 8 Spuren und mehrere Ampeln innerhalb des Kreisels. Wenn wir meinten unser Ziel, die Avenue Diagonale zu erreichen, versperrte uns eine Einbahnstraße die Weiterfahrt. Nach ca.1 Stunde hatten wir es endlich geschafft. Meine Frau wünschte sich zum ersten Mal ein Navigationsgerät.
Wir fuhren dann zum Kloster Montserrat weiter. Das katalanische Wort Montserrat bedeutet soviel wie "gesägter, zersägter Berg". Bei der Auffahrt, zu dem in 725 m Höhe liegenden Kloster hatten wir einen herrlichen Blick ins Tal. Die Basilika, ein sehr eindrucksvolles Gebäude, schützte uns während der Besichtigung vor einem heftigen Gewitter mit Hagel. Für mich war überraschend, dass die Mönche gegenüber der faschistischen Obrigkeit während der Franco-Diktatur eine ausgesprochen kritische und mutige Haltung einnahmen. Dafür wurden 23 Montserrat-Mönche in den 1930er Jahren hingerichtet.
Danach ging es weiter Richtung Lleide. In Vilanova de la Barca fanden wir neben dem Schwimmbad einen Schlafplatz. Vor uns hatte sich bereits ein deutsches Ehepaar mit spanischem Wohnsitz eingefunden.



Montserrat
Spanien 2005 057.jpg
Spanien 2005 067.jpg
Spanien 2005 059.jpg
Spanien 2005 061.jpg
Spanien 2005 058.jpg
Spanien 2005 065.jpg


8. Tag Mittwoch 3.8.2005
Nach dem Frühstück ging es auf den N II weiter nach Fraga. Dort wechselten wir auf die N 211 und fuhren über Caspe, Alcaniz und hinter Montalbán auf die N 420 nach Teruel. Es war eine angenehme aber langweilige Fahrt, wie manch andere Strecke in diesem Urlaub. Die Straßen waren gut, verliefen schnurgerade und es war wenig Verkehr. Bis auf ein paar wenige landschaftliche Farbtupfer recht eintönig. Von Teurel fuhren wir nach Albarracin und dort auf den CP.

'9. 'Tag Donnerstag, 4.8.2005
Faulenzertag. Es war mal wieder Zeit Betten zu lüften und die notwendigen Reinigungsarbeiten zu machen. Ich wechselte den neuen Reifen gegen den Ersatzreifen.

10. Tag Freitag 5.8.2005
Wir fuhren ins Dorf auf einen Parkplatz und besichtigten das mittelalterliche maurische Städtchen Albarracin.
Albarracin ist in 1180 m Höhe in die Hänge über dem Rio Guadalvair gebaut und von mächtigen Mauern umgeben. Mit ihren engen malerischen Gassen steht die Stadt unter Denkmalschutz.
Danach ging es auf kleinen Straßen über Hochebenen, Pässe mit 1900 m Höhe und Flusstäler nach Cuenca. Nach Caserio Embid an der 2108, ca. 10 km vor Cuenca sahen wir einen CP. Vor dem CP "Caravaning Cuenca" eine Entsorgungsstation. Ent- und Versorgung sind anscheinend frei. Der CP in der Nähe von Cuenca, den wir ansteuerten, existierte nicht mehr. Wir übernachteten auf dem Parkplatz des ehemaligen CP's.


Albarracin
Spanien 2005 075.jpg
Spanien 2005 087.jpg
Spanien 2005 073.jpg
Spanien 2005 077.jpg

11.Tag Samstag 6.8.2005
Wir fuhren früh in die Stadt und parkten auf einem Busparkplatz in der Nähe des Aufstieges zu den hängenden Häusern und der Altstadt. Mein Versuch einen Bäcker zu finden, misslang. In der Altstadt waren vor 9.00 Uhr noch alle Geschäfte geschlossen. Nach dem Frühstück besichtigten wir die Altstadt. Cuenca ist eine mittelalterliche Stadt und bekannt durch ihre hängenden Häuser. Die gotische Kathedrale konnten wir nicht besichtigen, es war Gottesdienst.
Anschließend ging es weiter Richtung Madrid. Wir steuerten dort einen CP an, dessen Verkehrsanbindung günstig war.


Cuenca
Spanien 2005 092.jpg
Spanien 2005 091.jpg
Spanien 2005 097.jpg
Spanien 2005 101.jpg


12. Tag Sonntag 7.8.2005
Die Entfernung zur Metro ist ca. 10 min. Wir besichtigten die Kathedrale, den Palacio Real mit der Palastapotheke und der Waffensammlung. Anschließend schlenderten wir durch die Stadt. Da solche Besichtigungen anstrengend sind, kehrten wir relativ früh wieder zum CP zurück.

13. Tag Montag, den 8.8.2005
Nach dem Frühstück wurden erst einmal die Ansichtskarten geschrieben. Dann ging's in die Stadt. Stadtrundfahrt, durchbummeln der Grand Via mit ihren herrlichen alten Bauten und natürlich auch ein Bummel durch Kaufhäuser. Wenn wir unser WoMo verlassen wird das Wichtigste und Kostbarste im Rucksack mitgeschleppt. In dichtem Gedränge trage ich ihn dann vor dem Bauch. Aber eben nicht immer. In einem solchen Fall, kamen plötzlich 2 Damen, laut schreiend, auf mich zugestürzt und vertrieben 2 Personen, die gerade den Reißverschluss des Rucksackes geöffnet hatten. Sie ermahnten mich, den Rucksack auf der Vorderseite zu tragen, was ich dann auch tat. In Toledo kauften wir 2 kleine Schlösser zum verschließen der Reißverschlüsse.

14. Tag Dienstag 9.8.2005
Heute war Kultur angesagt. Wir besichtigten das spanische Nationalmuseum, Museo del Prado . Schon gewaltig, wenn man einem echten Dürer, Goya, El Greco oder anderen gegenüber steht. Danach ging's zurück zum CP.

15. Tag Mittwoch 10.8.2005
Nach dem Frühstück und Auschecken ging's auf die Stadtautobahn. Eine Ansammlung vieler Baustellen, mit für uns verwirrenden Richtungsanzeigen. So folgten wir einer Richtungsanzeige nach Toledo, fanden dann aber keinen Hinweis mehr. Da die Tankanzeige bereits mit dem Roten Bereich drohte, verließen wir die Ringautobahn in Richtung eines Centro Commercial. Nichts, weit und breit keine Tankstelle. Als ich hilflos umblickend vor einer Einfahrt anhielt, kam eine Streife die Police Municipal und fragte etwas, was ich nicht verstand. Ich sagte einfach Diesel, zurück kam die Frage Gasolin? Ich nickte, worauf sie uns winkten ihnen zu folgen. Sie lotsten uns zu einer Tankstelle. Bei der Fahrt warf der Beifahrer im Polizeiauto plötzlich Papier auf die Straße. Es war ein kleiner Schock für mich, aber eben ein Zeichen des Umweltbewusstseins im südlichen Europa. So wie man auf CP immer wieder erlebt, dass das Geschirr unter ständig fließendem Warmwasser gewaschen wird. Zurück auf der Ringautobahn, wurde bald die Abfahrt Richtung Toledo angezeigt. Nach Toledo sindt es nur 60 km. Dort gingen wir auf den CP El Greco. Auch hier war der stadtzentrumsnähere CP geschlossen.

16. Tag Donnerstag 11.8.2005
Wir besichtigten Toledo, eine Stadt mit zahlreichen Häusern maurischer Stilelemente. Ein Höhepunkt war die Besichtigung der Kathedrale. Die Sakristei, war die reinste Kunstgalerie. Hier war El Grecos Wirkungsstätte und entsprechend sah man viele seiner Gemälde. In den mittelalterlichen Waffengeschäften, sah man leider keine Schwerter aus Toledostahl, dafür um so mehr Schwerter des Fantasierecken Kohnan. Da mein Sohn Mittelalter als Traditionspflege betreibt interessiere ich mich dafür.


Toledo
Spanien 2005 160.jpg
Spanien 2005 167.jpg
Spanien 2005 165.jpg
Spanien 2005 150.jpg

17. Tag Freitag 12.8.2005
Nach dem Frühstück ging es weiter. Wir umfuhren Toledo auf seiner Ringstraße (Ronda). Von hier kann man von einigen markanten Aussichtspunkten aus die tolle Kulisse sehen und fotografieren. Dann ging's weiter Richtung Granada. Eine Fahrt durch ein eintönig, hügeliges Gelände. In der Nähe Andalusiens wird es furchtbar. Olivenplantagen, soweit das Auge reicht, zig Kilometer, fast stundenlang, keinen anderen Baum, keinen Grashalm, nur Olivenbaumreihen. In Granada angekommen, gingen wir auf den ersten CP den wir fanden. CP Granada. Er lag oberhalb von der Stadt und man hatte eine schöne Sicht auf das nächtlich erleuchtete Granada.

18. Tag Samstag 12.8.2005
Wir legten einen Faulenzer- und Putztag ein. Der Besucherandrang auf die Alhambra ist so gewaltig, dass man Karten für ein bestimmtes Zeitfenster vorbestellen muss. Ich wollte am CP Karten für den Besuch der Alhambra bestellen. Da sonntags und diesen Montag, es war ein Feiertag, das Reservierungsbüro geschlossen ist, gab es keine Reservierung. Eine weitere Möglichkeit, morgens ab 6.00 Uhr am Kartenschalter anzustellen, war dann doch nichts für uns. Wir entschlossen uns, bis Dienstag in die Sierra Nevada zu fahren.

19. Tag Sonntag 14.8.2005
Wir fuhren nach Süden Richtung Motril. Bei der Abfahrt nach Lanjarón verließen wir die Autobahn und fuhren in die Sierra Nevada. Auf engen, kurvenreichen Straßen ging es nach Trevélez in 1470 m Höhe. Es nimmt für sich in Anspruch, das höchste Dorf Spaniens zu sein. Wir fanden in dem belebten Städtchen einen Parkplatz in bester Lage. Wir schauten uns die Geschäfte an und versorgten uns mit Lebensmitteln. Die Decken der zahlreichen Geschäfte sind mit luftgetrockneten Schinken zugehängt, eine Spezialität dieser Gegend, La Alpujarra de la Sierra . Wir gingen auf den CP und ergatterten einen Platz auf der obersten Terrasse in 1570 m Höhe. Von hier hatten wir einen schönen Blick auf die weißen Häuser von Trevélez und dem gegenüberliegenden Bergkamm.

Sierra Nevada - Trevélez
Spanien 2005 170.jpg
Spanien 2005 174.jpg
Spanien 2005 198.jpg
Spanien 2005 171.jpg


20. Tag Montag 15.8.2005
Faulenzertag

21. Tag Dienstag 16.8.2005
Es ging weiter auf der Ruta de la Alpujarra Richtung Ugijar. Nach Ugijar, in Cherin machten wir uns auf, die Sierra Nevada zu überqueren. Am Puerta de la Ragua wechselten wir in 2000 m Höhe auf die Nordseite des Gebirgszuges. Es ist ein schroffes Gebirge. Es war leider trübe und somit kein Wetter zum Fotografieren. In la Calahorra ging's auf die Autobahn und nach Guadix. Die Gegend um Guadix ist eine Miniausgabe von Kappadogien. Hier gibt es noch bewohnte Felsenwohnungen. Das Museum hatte leider geschlossen. Wir durchstreiften das Felsenwohngebiet und ich machte ein paar Aufnahmen.
Nun ging es wieder zurück nach Granada. Diesmal zum CP Reina Isabel in La Zubia.  Bei ihm ist die Bushaltestelle neben dem CP und der Empfangschef ist Deutscher. Bei dem CP Granada war die Haltestelle ca. 1 km entfernt. An der Reception kann man Karten für den Besuch der Alhambra reservieren lassen, was allerdings wegen der hohen Nachfrage erst wieder für Freitag möglich war, oder sein Glück versuchen und morgens früh anstellen. Wir entschieden uns zu warten.


Höhlenwohnungen in Guadix
Spanien 2005 203.jpg
Spanien 2005 206.jpg


22.Tag Mittwoch 17.8.2005
Faulenzertag

23.Tag Donnerstag 18.8.2005
Nach dem Frühstück ging's in die Stadt. Die Busverbindung war sehr günstig. Die Haltestelle war in unmittelbarer Nähe des CP. Die Endstelle wenige Minuten vom Zentrum entfernt. Wir durchstreiften die Stadt, besichtigten die Kathedrale und tauchten in die engen Gässchen des Albaizin unter. Albaizin ist als das ehemalige arabische Wohnviertel, der älteste Ortsteil der Stadt. Es ist sehr ursprünglich geblieben und hat sich seit Jahrhunderten scheinbar nicht verändert. Hier fühlten wir uns nach Optik und Geruch in Bazare türkischer Städte versetzt.

24. Tag Freitag 19.8.2005
Heute sind wir ohne Frühstück kurz nach 8 Uhr zur Besichtigung der Alhambra losgezogen. Wir nahmen an, dass man vor Ort die Möglichkeit hat zu Frühstücken. Wir haben etwas bekommen, jeder ein Twix. Unsere Eintrittskarten waren für das Zeitfenster von 11.00 bis 11.30 Uhr reserviert. Eine Stunde vorher sollte man am Kartenschalter sein. Als wir um 9.30 Uhr eintrafen war schon allerhand los. Die Schlange am Schalter für reservierte Karten war ca. 50 m lang, am Schalter für nicht reservierte mehr als 100 m. Wir nahmen uns den ganzen Tag Zeit zur Besichtigung. Es war ein Erlebnis. Die Eindrücke zu beschreiben ist schwierig, man sollte es gesehen haben.



Alhambra - Granada
Spanien 2005 227.jpg
Spanien 2005 244.jpg
Spanien 2005 240.jpg
Spanien 2005 242.jpg
Spanien 2005 250.jpg
Spanien 2005 252.jpg


25.Tag Samstag 20.8.2005
Heute geht's weiter Richtung Cordoba. Und wieder über 100 km durch Olivenfelder. Kurz vor Cordoba wechselte es dann in gelbbraune Stoppelfelder. Ein trostloser Anblick. Unterwegs hielten wir an einer Verkaufstelle für Olivenöl an. Wir, in dem Fall ich, machte eine Ölprobe. Man tropft das Öl auf Weißbrot und kostet es dann. Von dem Geschmack zweier Öle überzeugt, bunkerten wir Olivenöl und nebenbei Vino Tinto. In Cordoba angekommen, ging's auf den in Stadtnähe gelegenen CP.

26. Tag Sonntag 21.8.2005
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus in die Stadt. Die Haltestelle lag gegenüber dem CP. Wir besichtigten die Altstadt mit ihren engen, verwinkelten Gassen und dem alten jüdischen Stadtviertel La Judería. Die Mezquita-Cathedrale, einer Symbiose aus Mosche und Kirche. Mit einer Fläche von 23.000 Quadratmetern, war sie die drittgrößte Moschee der Welt. Mitten in die Mosche wurde die Kathedrale gebaut. Durch die katholische Anpassung wurde das meiste der ursprünglichen maurischen Stuckarbeiten zerstört. Es ist trotzdem noch ein Erlebnis durch die Säulenhallen zu gehen. Dann die römische Brücke „Puenta Romano“, mit 16 Bögen über den Guadalquivir. Das am Südende der Brücke stehende Tor, „Torre de la Calahora“, Reste einer arabischen Befestigungsanlage, war wegen Bauarbeiten durch einen Bauzaun verschandelt und nicht zum Fotografieren geeignet.


Cordoba
Spanien 2005 278.jpg
Spanien 2005 288.jpg
Spanien 2005 289.jpg
Spanien 2005 301.jpg
Spanien 2005 293.jpg
Spanien 2005 275.jpg


27. Tag Montag 22.8.2005
Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Merida, der Hauptstadt der Extremadura. Die Vegetation wechselte. Olivenplantagen sahen wir selten, dafür mehr Weizenfelder und parkähnliche Weideflächen mit schattenspendenden Steineichen. Mit den Eicheln dieser Bäume werden die schwarzen iberischen Schweine gemästet. Sie liefern dann den luftgetrockneten, wohlschmeckenden, spanischen Edelschinken. Merida liegt in einer bewässerten Ebene. Es gab Mandeln-, Nektarinenplantagen und Reisfelder. Wir fuhren zum CP Merida der einige km außerhalb liegt. Da es außer Taxi keine Verkehrsanbindung gab, beschlossen wir diese Nacht zu bleiben, am nächsten Tag die Stadt zu besichtigen und dann sofort weiter zu fahren.

28. Tag Dienstag 23.8.2005
Nach dem Frühstück ging's in die Stadt. In der Nähe der römischen Ausgrabungsstätten fanden wir einen Parkplatz. Wir besichtigten das Theater und Amphitheater, die unmittelbar nebeneinander liegen. Dann schlenderten wir durch die Stadt und gingen zum Aquädukt. Er hat drei Bogenreihen und eine Höhe von 25 Metern. Über den Rio Guadiana verläuft eine römische Brücke. Die Streckenführung und der Großteil des ursprünglichen Mauerwerks stammen aus der Zeit des Augustus . Die Brücke ist 792 m lang und besteht aus 60 Bögen. Als wir in die Festung Alcazaba wollten, wurde sie gerade zur Mittagspause geschlossen. Die Festung wurde bereits von den Römern erbaut, von den Westgoten und anschließend den Mauren benutzt. Da die Mittagspausen in Spanien recht lange sind, verzichteten wir auf eine Besichtigung gingen zum WoMo zurück und fuhren weiter nach Guadalupe.
In der bewässerten Ebene ging es nun an Tomaten- und Reisfeldern vorbei. Dann der Anstieg in die Sierra de Guadalupe vorbei an abgebrannten Berghängen. Vor wenigen Wochen wüteten hier noch riesige Waldbrände. In Guadalupe besichtigten wir das Kloster „Real Monasterio de Santa Maria de Guadalupe“, ein festungsartiger Bau. Die Besichtigung war nur mit einer Führung möglich. Wir schlossen uns einer spanischen Gruppe an. Auch hier wieder die reinste Gemäldegalerie. Die Eroberer und Ausbeuter Südamerikas holten sich im Kloster vor ihrer Abreise den kirchlichen Segen. Zum Übernachten gingen wir auf den CP.


Merida
Spanien 2005 306.jpg
Spanien 2005 307.jpg
Spanien 2005 316.jpg
Spanien 2005 324.jpg




Guadalupe
Spanien 2005 327.jpg
Spanien 2005 337.jpg


29. Tag Mittwoch 24.8. 2005
Unser erstes Ziel des heutigen Tages war Cáceres. Der noch vollständig ummauerte historische Stadtkern zählt zu den besterhaltenen und schönsten Kulturdenkmälern Europas. Hier sind sämtliche Baustile, von den Römern, Westgoten, Mauren und Mittelalter, vereint. Der Stadtkern ist Weltkulturerbe und aus diesem Grunde bestens restauriert. Man kann an der geringen Zahl der Souvenirgeschäfte sehen, dass wenige Touristen hierher kommen. In einer Ausstellung über die Naturparks der Extremadura beschlossen wir den Naturpark Parque Natural de Monfragüe anzusteuern und dort ein paar Tage zu verbringen. Wir fuhren auf einer Nebenstraße, der Beschilderung folgend, in einen kleinen Ort, wo es plötzlich kein Weiterkommen mehr gab. Straße zu eng und Durchfahrt zu niedrig. Glücklicherweise war hinter uns kein weiteres Fahrzeug, so konnte ich rückwärts wieder zum Ausgangspunkt zurückfahren. Weiter Umfahrungsversuche scheiterten, wir landeten in der Prärie. Am Ortseingang bat ich einen Einheimischen um Hilfe. Der lotste uns dann durch den Ort in die richtige Richtung.


Cáceres
Spanien 2005 342.jpg
Spanien 2005 345.jpg
Spanien 2005 349.jpg
Spanien 2005 344.jpg



Und wieder ging es durch eine eintönige Hochfläche. Stoppelfelder wechselten sich mit Steineichen bestandenen Weideflächen ab. Rinder, Schafe an ausgetrockneten Wasserlöchern unterbrachen die Eintönigkeit. Während der Fahrt sahen wir viele Storchennester, jedoch keinen Storch. Wir erreichten den Park und sahen eine große Anzahl von Bartgeiern. Weiter ging's dann zu dem CP Monfragüe, der ca. 15 km außerhalb des Parkes liegt. Wir buchten für Freitag eine Gruppenführung durch den Nationalpark. Uns haben in erster Linie die Schwarzstörche interessiert. Schwarzstörche haben wir noch nie gesehen. Anders als der Weißstorch, lebt der Schwarzstorch meist verborgen in alten, aber nicht zu dichten Wäldern.


30. Tag Donnerstag 25.8.2005
Faulenzertag.
Abends kam eine junge Dame mit der Nachricht, dass sich für die Führung zu wenig Interessenten gemeldet hätten und sie deshalb nicht stattfindet. Wir verschoben auf Samstag.

31. Tag Freitag 26.8.2005
Faulenzertag
Und wieder kam jemand mit der Nachricht, dass sich für die Führung zu Wenige gemeldet hätten und sie nicht stattfindet. Wir verschoben diesmal nicht, sondern beschlossen nächsten Morgen abzureisen. Von dem eigentlichen Schutzgebiet haben wir nichts gesehen. Im Park gab es einen Parkplatz als Ausgangspunkt für Wanderungen. Die Sonne schien aber derart intensiv und die Wanderrouten waren zumeist ohne Schatten, sodass wir darauf verzichteten.

Spanien 2005 350.jpg




32. Tag Samstag 27.8.2005
Wir fuhren nach Plascenia. Von da die N 110 ins Tal des Rio Jerte, Spaniens Kirschgarten. Es gibt Millionen von Kirschbäumen. In der Blüte- und Erntezeit, muss es schon ein schöner Anblick sein. Hinter Cabezuela del Valle bogen wir ab in Richtung Hervas. Es ging beständig bergauf durch das Val del Jerte bis zum Puerto de Honduras in 1430 m Höhe, abwärts dann durch das Tal del Ambroz nach Hervas. In Hervas besichtigten wir den alten Stadtkern mit dem Judenviertel. Es ist keine Touristenstadt, kein Weltkulturerbe und in dem Zustand wie es sich in den letzten 500 Jahren entwickelt hat. 1492 wurden hier die Juden vertrieben. Weiter ging es dann zur N 630 nach Norden. Wir verließen bald die Extremadura und wechselten nach Kastilien Leon. Hier gibt es auch noch einige interessante Besichtigungsobjekte. Wir kamen zu dem Entschluss genügend Kultur genossen zu haben und beschlossen Richtung Ovieda zu fahren. Bei der Fahrt durch Kastilien Leon kamen wir durch viele bewässerte und intensiv bebaute Flächen. Einen Übernachtungsplatz fanden wir an einen Sportplatz, oder besser eine ebene Grasfläche mit 2 Fußballtoren. Wir stellten uns auf den Platz neben einen Bewässerungskanal. Der Kanal leckte an den Fügstellen der Betonelemente. Wenn man bedenkt wie viele solcher undichten Stellen es gibt und welche Wasserknappheit in Spanien herrscht, ist das eine enorme Wasserverschwendung. Der Ort hieß Villamandos.


Spanien 2005 360.jpg
Spanien 2005 365.jpg




Sonntag 33. Tag 28.8.2005
Weiter ging es Richtung Aviles und bei Salinas ans Meer. Wir fuhren an der Küste entlang zum Leuchtturm Cabo de Penes. Zum Übernachten gingen wir auf den CP bei Quintes. Ein freier Platz zum Übernachten war nicht zu finden. Das Wetter hatte sich in Atlantiknähe geändert. Es war feucht und schwül.
34. Tag Montag 29.8.2005
Weiter ging es die Küsten entlang Richtung Santander. Langsam wurde uns bewusst, dass es hier keine Fischerstädtchen mit entsprechendem Flair gibt. Nur Orte mit Badestränden. Am späteren Nachmittag versuchten wir in Dueso bei Santona eine Bleibe zu finden. Am Strand standen WoMo's. Beim Versuch mich zu ihnen zu stellen rutschte ich beim Rangieren in ein Sandloch. Unter Mitwirkung zweier spanischer Wohnmobillisten und eines geländegängigen Fahrzeuges wurde ich wieder frei. Mit den Wohnmobillisten trank ich ein Bier. Wir unterhielten uns angeregt auf Spanisch. Verstanden hat keiner viel, aber es war angenehm. Soviel verstand ich, dass man hier nicht Übernachten kann, die Polizei verscheucht die Nächtiger. So steuerten wir den CP an.
Ich habe zwar Schwerlastbänder, Seilwinde, Spaten, aber keinen geeigneten Wageneber oder Anfahrhilfen zur Verfügung. Das wird sich ändern, wir müssen in diesem Punkt autark werden. Gestern habe ich einen neuwertigen Air Jack gekauft, der in einer Annonce angeboten wurde. Mit ihm kann ich auch bei weichem Untergrund den Wagen anheben. Außerdem besorge ich noch 2 Sandbleche. Die sind 1,5 m lang und die kann ich im Zwischenboden verstauen.
35. Tag Dienstag 30.8.2005
Im Gegensatz zum vorherigen Tag war der Himmel wolkenlos aber diesig. Wir legten einen Faulenzertag ein und gingen am Nachmittag an den Strand. Das einzige Mal, dass wir im Meerwasser badeten. Wir sind keine Badefreaks. Es war auch so kein Vergnügen, der Stand war flach und die Wellen holten einem von den Beinen, wenn man in etwas tieferes Wasser gehen wollte.

36. Tag Mittwoch 31.8.2005
Heute ging es zu unserem letzten kulturellen Großereignis ins Guggenheimer Museum nach Bilbao. Die Architektur dieses Gebäudes ist beeindruckend. Mit einigen Exponaten hatte ich so meine Probleme. In der großen Ausstellungshalle im unteren Stockwerk standen mehrere Kunstwerke, bestehend aus 5 cm starken, gewalzten Stahlblechen, jedes mehrere 100 Tonnen schwer. Diese Bleche waren in beide Richtungen gewalzt. Ich fand zu den Blechen viele Erklärungen. Erklärungen zu der Kunst, wie die Bleche in diese zweidimensionale Form gewalzt wurden, fand ich leider nicht.
Auf die oberen 2 Stockwerke verteilt war eine Aztekenausstellung. Die war sehr interessant und die Erläutrungen sehr informativ. Und natürlich moderne Gemälde. Probleme hatte ich bei einem Bild, das drei verschiedenfarbige Querstreifen zeigte. Jeder streifen war ca. 1 m breit und 3 m lang. Ich konnte einfach nicht das gleiche sehen oder Empfinden wie der Erklärer im Audioguide. Na ja, auf einer Skala zwischen Kunstbanause und Kunstempfinder, würde ich mich nahe beim Banausen einordnen. Als wir das Museum verließen war später Nachmittag. Auf der N 634 ging es Richtung San Sebastian. Bei Elgolbar wechselten wir auf die 2634. Bei dichtem Nebel ging es bergauf. Ab dem Pass war auf der Atlantikabgewandten Seite die Sicht wieder besser. In Tolosa fanden wir keine Stellmöglichkeit zum Nächtigen und fuhren auf der N 130 weiter Richtung Pamplona. Auf einem Rastplatz vor Arriba, mit Wasserzapfstelle und Toiletten fanden wir dann einen Nachtplatz. Ein Gebäude in dem sich die ganze Installation befand war ohne Türen und Fenster. In miserablem Zustand.
37. Tag Donnerstag 1.9.2005
Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Pamplona, das wir bei einer früheren Nordspanienfahrt bereits besichtigt hatten. Weiter ging es auf der N 240 Richtung Jaca, entlang des Stausees Embalse de Yesa. Durch den allgemeinen Wassermangel war der Wasserstand extrem niedrig. An einer Stelle ragten die Ruinen ehemaliger Gebäude aus dem Wasser, oder standen bereits auf dem Trockenen. Hier befand sich ein Quelltopf in dem heißes, schwefelhaltiges Thermalwasser aus dem Boden quoll. Wir nutzten die Gelegenheit und legten uns neben einigen Eingeborenen in das Thermalwasser.  Ich versuchte mit einer Schlammpackung meine Gesichtsfalten zu korrigieren. Meine Frau meinte, ich sollte mich beim Stuckateur anmelden, da hätte ich bessere Chancen. Nach dem Bad fuhren wir weiter nach Jaca, dort auf die N 330 bis Cartirana und dann auf der N 260 über Biescas nach Torla. Hinter Linas de Broto fanden wir einen Platz zum Nächtigen.


Spanien 2005 385.jpg
Spanien 2005 392.jpg
Spanien 2005 401.jpg
Spanien 2005 405.jpg
Spanien 2005 418.jpg
Spanien 2005 423.jpg


38. Tag Freitag 2.9.2005
Weiter ging's auf der N 260 durch herrliche Täler und Schluchten. Vor Castejon de Sos fuhren wir auf der A 139 durch das Valle de Benasque. Die Straße endet am Reserva Nacional de Benasque. Wir fanden einen Platz am Rande der Stichstraße und übernachteten dort. Wir hatten einem herrlichen Blick auf das darunter liegende Tal.
39. Tag Samstag 3.9.2005
Wir fuhren wieder zurück auf die N 260. Unser heutiges Ziel war Andorra. Diese Straße hat einen herrlichen Verlauf und führt über mehrere Pässe. Mal breit und gut ausgebaut, durch breite schöne Täler, dann wieder schmal und holprig durch enge Schluchten. In Teilen hat die Straße einen neuen Verlauf durch Tunnels, während um den Fels, durch den der Tunnel verläuft, die alte Straße noch am Fluss entlang durch die Schlucht befahrbar ist. Ideal zum Fotografieren, man kann mitten auf der Straße anhalten und aussteigen. Es fährt ja keiner mehr vorbei, da die Zufahrt durch Durchfahrtsverbotsschilder gesperrt ist.
Dann kurz vor La Seu d'Urgell ein lautes Zischen vom rechten Vorderrad. Reifen platt. Es war nicht viel Verkehr und der Reifen relativ schnell gewechselt. Das Ventil war gerissen. Da Samstag 17.00 Uhr war, rechnete ich nicht mit einer Reparaturmöglichkeit vor Montag. In Andorra sahen wir plötzlich eine Tankstelle mit Reifenservice. Ich bekam den Reifen sofort repariert und das kostenlos. Vorher war schon auf der Fahrt das Ent- und Versorgen auf einem CP kostenlos.
Wir fuhren zum Schnapsladen, bunkerten steuerfreie Spirituosen für den Eigenbedarf und als Mitbringsel und übernachteten auf dem Parkplatz. In dem Laden kann man sich verschiedene hochprozentige Köstlichkeiten aus Fässern abfüllen lassen. Mein Favorit ist ein alter Whiskey, der meiner Frau ein Whiskey/Peche. Vorher muss man ausgiebig probieren, bis man die richtige Wahl getroffen hat. An eine Weiterfahrt ist dann natürlich nicht mehr zu denken.
40. Tag Sonntag 4.9.2005
Nach dem Frühstück ging es über den Pass nach Fox in Frankreich und weiter nach Albi. Auf dem kostenfreien Autobahnstück vor Albi ist der Rastplatz Aire des Issarts mit Ent- und Versorgungseinrichtung. Die Benutzung ist kostenlos. In Albi besuchten wir das Musée Toulouse-Lautrec, besichtigten die Altstadt und spazierten auf den Brücken über den Tarn. Von der gegenüberliegenden Seite hat man einen herrlichen Blick auf die Altstadtkulisse. Die Kathedrale haben wir bei unserem letzten Besuch bereits besichtigt. Zum Übernachten stellten wir uns auf den Parkplatz in der Stadteinfahrt.

41. Tag Montag 5.9.2005
Wir fuhren über D 999 Richtung nach Millau. Ich wollte über die neue Brücke fahren. An der Brücke gibt es ein Informationszentrum, das über die Entwicklung und Technik informiert. Mit ihrer Höhe von 342 m ist sie ein Bauwerk der Superlative. Nun wollte ich auch über die Brücke fahren. Entgegen der Empfehlung meiner Frau, kam ich am falschen Ende der Brücke an. Die Brückenpassage muss nun bis zum nächsten Mal warten. Nun ging's auf der A 75 nach Norden. Bei Issidore wechselten wir auf die D 996 Richtung Ambert. Nach Ambert fanden wir auf dem Col de Prades einen Platz zum Übernachten. Über diesen Pass führte dieses Jahr die Tour de France. Hie befand sich ein Restaurant, in dem wir essen wollten. Das Lokal, an dem „ouvert“ stand, war leider „fermée “. Dort standen nur ein paar Häuser und da das Wetter nasskalt war, verirrt sich wohl keiner hierher. Wir mussten die Heizung einschalten um gemütlich zu sitzen
42. Tag Dienstag 6.9.2005
Nach der Weiterfahrt, fanden wir in St. Anthème einen SP vor dem CP Municipal. Die Ent- und Versorgung ist frei. Weiter ging es dann Richtung Lyon.
Auf der Strecke kamen wir an einer Charolaisbullenmelkstation vorbei. Eine Farm auf der sich viele Charolais-Zuchtbullen, Erzeuger der köstlichen Rinderkotellets, befanden.
Die D 996 führt durch eine schöne Gegend. Nach Lyon fuhren wir auf der A 42 bis Bourg en Bresse und dann auf der N 83 Richtung Besancon. Schon auf der A 40 hat es in Strömen gegossen. In Besancon, waren die Straßen teilweise überflutet. Es ging dann noch ca. 30 km bis Clerval, unserem Übernachtungsplatz auf dieser Strecke.
42. Tag Dienstag 6.9.2005

Nach der Weiterfahrt, fanden wir in St. Anthème einen SP vor dem CP Municipal. Die Ent- und Versorgung ist frei. Weiter ging es dann Richtung Lyon.
Auf der Strecke kamen wir an einer Charolaisbullenmelkstation vorbei. Eine Farm auf der sich viele Charolais-Zuchtbullen, Erzeuger der köstlichen Rinderkotellets, befanden.
Die D 996 führt durch eine schöne Gegend. Nach Lyon fuhren wir auf der A 42 bis Bourg en Bresse und dann auf der N 83 Richtung Besancon. Schon auf der A 40 hat es in Strömen gegossen. In Besancon, waren die Straßen teilweise überflutet. Es ging dann noch ca. 30 km bis Clerval, unserem Übernachtungsplatz auf dieser Strecke.

43. Tag Mittwoch 7.9.2005 '
'Nun ging's über die N 83 nach Belford, Colmar, dann die A35 über Strasbourg, Lauterbourg, Speyer in die Kurpfalz.





Die Reiseleitung

Reiseleitung.jpg









Meine Werkzeuge