Irlandrundfahrt 2008

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Bericht über unsere Irlandrundfahrt 2008

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Reiseroute
Die grobe Reiseroute in Irland ist in der Karte eingezeichnet. In dem Bericht ist sie detailliert beschrieben

Literatur





  Irland Michael Müller Verlag

Irland Verlag Rau Mobil Reisen

Mit dem Wohnmobil nach Irland Womo Reihe Band 29

Informationsmaterial des Fremdenverkehrsamtes.

Kartenmaterial Michelin Irland 1:400 000
Navigationshilfe Navigationssystem TomTom auf PDA
  Reisedauer in Irland: 36 Tage
Fahrstrecke in Irland: 3400 km


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Abfahrt Mi 23.7.2008
Bei Mannheim fuhren wir auf die Autobahn Richtung Saarbrücken. In Frankreich über Metz nach Toul und auf der N4 Richtung Paris. Übernachtet haben wir in Sommessous, einem kleinen Ort an der N4.

2. Tag Donnerstag, den 24.7.2008
Bei viel Verkehr ging es zügig durch Paris. Über die N12, N176 erreichten wir gegen 18.00 Uhr Roscoff. Auf dem Stellplatz im Ort standen bereits ca. 30 Womos. Wir ergatterten den letzten relativ ebenen Platz.

3. Tag Freitag, den 25.7.2008
Nach dem Frühstück fuhren wir zum Fährhafen und holten die Bordkarten. Anschließen gingen wir zu einem der "Wine and Beer Sellers" und bunkerten Flüssiges für die nächsten fünf Wochen, Guinness, ein weiteres irisches Bier gab es leider nicht, dann Roten, Rose und Cidre. Es gibt hier eine Vielzahl dieser Geschäfte. Die Insulaner und Touris versorgen sich hier mit Stoff, der zuhause um einiges teuerer ist, nicht nur der Wein oder Chambus, auch das eigene, irische Bier. Nach dem Flüssigen kauften wir im Supermarkt Festes für die nächsten Tage. Wir zogen uns nun auf den Stellplatz außerhalb des Ortes zurück und bereiteten uns auf die Überfahrt vor. Um 21.30 Uhr legte die Fähre ab. Den europäischen Festlandbereich verließen wir mit einem französischen Abendessen. Es folgte eine sehr ruhige Nacht.

4.Tag Samstag, 26.7.2008
Der Tag begrüßte uns mit herrlichem Sonnenschein und einem englischen Frühstück, allerdings ohne sausicces. Cobh, wo sich der Fährhafen von Cork befindet, präsentierte sich uns mit strahlendem Sonnenschein, von seiner besten Seite.

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Vom Fährterminal fuhren wir sofort Richtung Kinsale und suchten uns am Long Quai einen Platz zum Nächtigen. Kinsale ist ein kleines Städtchen mit einem kleinen Yachthafen und zahllosen urigen Kneipen und originellen Schildern. Im Hafen verweilte ein Seehund neben einem Anglerboot in der Hoffnung einen Happen abzubekommen. In der Armadabar tranken wir ein Guinness als Begrüßungstrunk. 1601 hatte die spanische Armada das Städtchen besetzt um die Iren in ihrem Kampf gegen die Engländer zu unterstützen. Vielleicht soll der Name des Pups an dieses Ereignis erinnern. Am Abend schien ganz Kinsale die Kneipen in Besitz genommen zu haben. Es herrschte ein reges Treiben in und vor den Bars.

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Gaststättenschilder in Kinsale und weiteres Irland  


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5. Tag Sonntag, 27.7.2008
Wir fuhren zum Charles Fort. Das Fort wurde 1602 gebaut, nachdem die spanische Armada für kurze Zeit die Stadt besetzt hatte. Während des irischen Befreiungskrieges (1920) vertrieb die irisch republikanische Armee (IRA) die englischen Besatzer und brannte das Fort nieder. Vermutlich wollten die ihren Unterdrückern keine verteidigungsfähige Anlage zurücklassen, falls diese zurückkehren sollten. Die Fahrt ging dann weiter nach Timoleague zu den Ruinen des Franzikanerklosters, das 1642 von den Engländern geplündert und von den Mönchen dann verlassen wurde. Das ganze Gelände ist jetzt ein Friedhof. Am Parkplatz vor der Ruine befindet sich eine Toilettenanlage und Wasserzapfstelle.

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Die Fahrt ging weiter nach Baltimore, einem kleinen Hafenstädtchen. Es war sonniges Wetter und die zwei oder drei Kneipen am Hafen waren gerammelt voll. Aus einer klangen die typischen Geräusche einer Sportübertragung. Nein, es war nicht der Fußballsport, den wir kennen, sondern Gaelic Football, dem irischen Nationalsport. Übernachten konnten wir auf einem nahen Parkplatz.

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6. Tag Montag, 28.7.2008
Nach dem Frühstück fuhren wir zurück nach Skibereen und dann nach Skull. Im Hafen kauften wir Schollen und Krebsscheren. Ich entsorgte in der Toilettenanlage und ergänzte die Wasservorräte. Unsere Fahrt ging dann weiter zum Mizen Head, Irlands südwestlichster Zipfel. Über eine Hängebrücke, die eine Meeresschlucht überbrückt, erreicht man die Signalstation. Der Betrieb des Leuchtturms von Mizen Head wurde 1993 automatisiert. Die Räume des Leuchtturmwärters sind jetzt als Museum gestaltet. In einem Raum wird über eine der ersten Telegrafenstationen von Marconi berichtet, die hier aufgebaut war. Marconi war der Entdecker der Radiowellen.
Da es noch früh am Tag war und es regnete, übernachteten wir dort nicht, sondern fuhren über die R591 nach Bandry weiter. Wir machten einen Rundgang durch die Stadt. Bei der Touristinformation erkundigte ich mich nach einer Stellmöglichkeit fürs Womo. Der Straßenrand, der angeboten wurde war derart stark geneigt, dass wir lieber weiterfuhren. Wir landeten in Glengarriff auf den CP O´Shea´s Caravan Camping.


7. Tag Dienstag, 29.7.2008
Es hatte die ganze Nacht geregnet und es sollte den ganzen Tag durchgehend regnen. Wir wollten die Halbinsel Beara umrunden. Durch den Regen war die Sicht äußerst schlecht. Wir beschlossen die Fahrt abzukürzen und den Healy Pass zu überqueren. Die Sicht wurde in der Höhe besser aber immer noch nicht ausreichend zum Fotografieren, schade. Durch den anhaltenden Regen stürzten regelrechte Wasserfälle und Sturzbäche über schroffe Felsen zu Tal. Durch ein wild zerklüftetes, schroffes Gelände ging es über steile Serpentinen und extrem enge Straßen auf den Pass in 300 m Höhe. Bei gelegentlichem Gegenverkehr waren Ausweichmanöver mit dem langen Fahrzeug schon eine Herausforderung. Die Landschaft auf der Nordseite war geprägt von sanften, begrünten Hügeln. Wir fuhren weiter nach Kenmare. In einem Supermarkt versorgten wir uns mit dem Notwendigsten, bevor wir uns an den Ring of Kerry machten. Es regnete in Strömen, die Sicht war bescheiden. Absolut kein Fotografierwetter. In Sneem fuhren wir zum Übernachten auf einen Platz, der in dem Buch der Womoreihe beschrieben ist. Am späten Nachmittag unterbrach der Regen seine Tätigkeit. Da auch der nächste Tag sonnig war, waren wir sicher, dass es aufgehört hatte zu regnen.

8. Mittwoch, 30.7.2008
Es war ein herrliches Gefühl, von der Sonne geweckt zu werden. Es ging weiter auf dem Ring of Kerry. In Waterville legten wir einen Stopp ein und schlenderten durch das Städtchen. Die Ringstraße führt durch herrliche Landschaften. Die Qualität der Straßen ist recht unterschiedlich, wie auch deren Breite. Nach dreiviertel der Strecke verließen wir hinter Glenbeigh den Ring of Kerry und fuhren in die Kerry Highlands. Es ging am Caragh Lake, in einer einmalig Natur belassenen Umgebung entlang zum Ballaghbeama Gap. In den Kerry Highlands, eine teilweise wild zerklüftete Gebirgsformation. Für uns festlandeuropäische „lefthandwomodriver" eine ideale Sache. Man fuhr gleichzeitig auf der linken und rechten Straßenseite, sowie in deren Mitte. Bei Gegenverkehr hieß es dann, der oder ich muss zurück zur vorhergegangen Einbuchtung zurückfahren. So schlimm war es allerdings nicht. Es gab wenig Gegenverkehr und die Eingeborenen waren äußerst zuvorkommend. Auf der Strecke fanden wir dann einen schönen Übernachtungsplatz.

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9. Tag Donnerstag, 31.7.2008

Während der Nacht hatte es wieder angefangen zu regnen. Die Fahrt ging weiter Richtung Killarney, wobei man im Killarney Nationalpark an dem Upper Lake entlang fährt. Nach den zerklüfteten Highlands wieder eine natur belassene Seenlandschaft. Neben vielen Haltepunkten ist der Ladys View zu empfehlen. Man sieht zwar keine Ladys, hat aber einen herrlichen Blick auf eine wildromantische Seenlandschaft. In Muckross besichtigten wir das Freilichtmuseum Traditional Farms, in dem traditionelle Häuser und Gehöfte zu sehen sind. Dort nahm ich auch die Witterung von süßlichem Torffeuer auf. Der Geruch sollte uns noch häufig begegnen, denn Torf ist ein üblicher Brennstoff in vielen Teilen Irlands. Da es regnete besichtigten wir den Park nicht. Die Fahrt ging weiter über Killarney und Killorglin auf die Halbinsel Dingle. In den Städten hat man geringe Chancen zu parken. Die Zufahrt zu den Parkplätzen war durch Barken auf 2,1 m begrenzt. Diese Maßnahmen richten sich vornehmlich gegen irischen Travellers und weniger gegen uns Wohnmobilisten. Travellers, wird das fahrende Volk in Irland bezeichnet, die selbst Iren sind und nicht wie bei uns Angehörigen der bekannten ethnischen Minderheiten. Die Vorfahren dieser Leute wurden bei Chromwells militärischen Aktionen gegen Irland nach 1600 von ihrem Land vertrieben, einem weiteren Teil geschah dies bei der großen Hungersnot 1840. Wir übernachteten in Inch in Strandnähe. Hier spielten zwei Buben Hurley, einen irischen Volkssport. Irland 2008 221 a.jpg


Irland 2008 236 a.jpg 10. Tag Freitag, 01.08.2008
Wir fuhren nach Dingle, fanden eine Parkmöglichkeit und machten einen Rundgang durch die Stadt und den Hafen. Fischer waren dabei ihre Netze zu flicken, während ein spanischer Fischtrawler seine Ladung auf einen spanischen Kühl-Pkw verlud. Die Hauptstadt der Halbinsel Dingle ist ein schönes kleines Hafenstädtchen mit einem großen Parkplatz ohne Höhenbarken. Danach ging es weiter nach Gallarus auf den Campingplatz. Während der Fahrt entlang des Slea Head Drive findet man etliche frühzeitliche Forts und Steingewölbebauten.



11. Tag Samstag, 02.08.2008 bis 12. Tag Sonntag, 04.08.2008
Ruhetag

13. Tag Montag, 04.08.2008
Wir fuhren weiter über Tralee Richtung Tabert. Hier setzten wir mit der Fähre über den Shannon. Während der Überfahrt sahen wir einen Delfin seine Bahn ziehen. Unser Ziel war Loop Head. In Kilrush schauten wir uns die Stadt an und ergänzten Lebensmittel. Der Yachthafen eignet sich zum Übernachten, es gibt dort einen großen Platz. Wir steuerten Loop Head an. Dort befinden sich ein Leuchtturm und ein Funknavigationssystem.

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Es schien ausnahmsweise die Sonne und wir hatten eine gute Sicht. Wir wanderten an einer der spektakulären Felsenküste entlang, die nach Literatur, den Cliffs of Moher an Schönheit nicht nachsteht. In den Wellen tummelten sich zwei Seehunde. Loop Head ist das Pendant zu Cliffs of Moher. Später fuhren wir dort vorbei. Von weitem sahen wir viele Pkws und Busse auf einer gebührenpflichtigen Parkfläche. Beim Näherkommen erkannte man eine Menschenschlange, die sich auf eingezäunten Wegen zu den Aussichtsplattformen bewegte. Hier am Loop Head waren es einige Fahrzeuge. Busse fahren nicht hierher. Man war beim Spazieren fast alleine und konnte Vögel auf Felsen beobachten. Auf dem Parkplatz übernachteten wir und erlebten einen herrlichen Sonnenuntergang.


14. Tag Dienstag, 05.08.2008
Der Tag begann natürlich wieder mit Regen. Unser heutiges Ziel war Galway. Auf der Rückfahrt machten wir an einem alten Friedhof halt. Drei Iren, die Pflegearbeiten durchführten, warteten auf den Feierabend.
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Bei Quilty, einem kleinen Fischerdorf, trafen wir wieder auf die Küste. Dort steht eine Kirche die aus Dank für die Fischer des Ortes errichtet wurde. Am 2 Oktober 1909 geriet der französische Dreimaster Leon IIX in Seenot und drohte auf den Klippen zu zerschellen. Die Fischer des Ortes fuhren mit ihren Booten zu dem Schiff und retteten die Besatzung. Als Dank wurde diese Kirche errichtet. Der Weg führte zu den Cliffs of Moher, dem bekannten Aussichtspunkt. Wir fuhren daran vorbei. Auf Grund einer Empfehlung hatten wir Loop Head vorgezogen. Vor Galaway übernachteten wir in Bealaclugga auf einem direkt am Wasser gelegenen Platz.


15. Tag Mittwoch, 06.08.2008
Nach dem Frühstück fuhren wir nach Galway auf den CP. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir Dunguaire Castle.

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16. Tag  Donnerstag, 07.08.2008 
 

Mit dem Roller fuhren wir nach Galway und banden ihn am Parkplatz vor der St. Nicholas Cathedral an einem Baum fest. Galway hat eine schöne Fußgängerzone mit zahlreichen Geschäften und Pups. Eines der ältesten Gebäude ist das Lynch’s Castle. Besitzer war ein, durch seinen besonderen Gerechtigkeitssinn bekannter Richter Lynch. Er verurteilte seinen Sohn wegen Mordes zum Tode und richtete ihn selbst hin, da niemand bereit war das Todesurteil zu vollstrecken. Beim Losketten des Rollers erlebten wir eine unangenehme Überraschung. Das Kettenschloss hat sich ohne Schlüssel schließen, aber nicht öffnen lassen. Der befand sich noch im Womo auf dem CP. Ein strammer Rückmarsch von 5 km zu CP war die Folge. Wir fuhren dann mit dem Womo zum Parkplatz und luden den Roller ein.

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17. Tag Freitag, 08.08.2008
Heute verließen wir die Küstenregion und fuhren ins Landesinnere. Diese Landschaft bezeichnet man als Burren, ein karges, fast vegetationsloses Kalkmassiv. Ein englischer Heerführer soll es folgendermaßen bezeichnet haben: "Kein Wasser zum Ertränken, kein Baum zum Hängen, keine Erde zum Begraben". Unsere Fahrt ging zuerst wieder die Küste entlang nach Süden bis Bealaclugga, dann auf der R480 zu dem Dolmen von Poulnabrone, eines der wenigen Besichtigungsobjekte das keinen Eintritt kostete. Es handelt sich um ein Portalgrab aus Jungsteinzeit das ungefähr 3.500 v. Chr. erbaut wurde. Hier befindet sich ein großer Parkplatz, der sich auch zum Übernachten eignet. Wenige Kilometer weiter liegt das Caherconnell Stone Fort, einem steinzeitlichen Ringfort, mit fast perfekt erhaltenen Ringmauern. In einer Videovorführung gibt es Informationen zu den Forts und Dolmen sowie eine Animation zum Leben in einem Stonefort, auch in deutscher Sprache.

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Über Loughrea fuhren wir nach Portumna. Unterwegs besichtigten wir die Ruinen des Klosters Kilmacduagh. Kilmacduagh hat eine der schönsten Ansammlungen von Klosterruinen in Irland. Es hat auch einen schiefen, 30 m hohen Turm. Er weist eine Abweichung von 60 cm aus der Senkrechten auf. Sie wird als Friedhof und Viehweide genutzt. Portumna liegt am Lough Derg, dem größten See am Shannon. Es ist der Heimathafen und Ausgangspunkt für Fahrten mit einem Hausboot auf dem Shannon. In der Marina fanden wir einen angenehmen Übernachtungsplatz, nebst Toilettenanlage und Trinkwasserzapfstelle. Irland 2008 383 a.jpg


18. Tag Samstag, 09.08.2008
Nach dem Frühstück besichtigten wir die Ruinen der Portumna Abbey. Es ging weiter den River Shannon entlang nach Shannonbridge, einem kleinen Ort mit einer der ältesten noch heute benützten Brücken Irlands. Die Brücke war durch ein Fort am Westufer stark befestigt.

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In der Nähe gibt es ein Kraftwerk, das mit Torf beheizt wird. Der Torf kommt aus den nahe gelegenen großflächigen Torfabbaugebieten an den wir vorbeigefahren sind. Es ging dann weiter über Athlone, Roscommon wieder zurück Richtung Galway. In Menlough übernachteten wir auf einem Parkplatz vor einem Sportgelände. Die Parkflächen vor Sportgeländen sind üblicherweise durch Tore abgesperrt. Diese war frei zugänglich.

19. Tag Sonntag, 10.08.2008
Wir fuhren wieder Richtung Galway, vorbei an den Ruinen der Abbey Knockmoy. Wir hielten allerdings nicht an. Die Abbeyreste sind sich irgendwann doch sehr ähnlich. Nach Galway ging die Fahrt weiter über Spiddal nach Rossavee. Unseren Plan auf die Araninsel überzusetzen ließen wir wegen Regen und diesigem Wetter fallen. Unser Ziel war Roundstone wo wir übernachteten. Wir kamen mit einem irischen Wohnmobilisten ins Gespräch. Bei der nächsten Übernachtung auf einem CP trafen wir ihn wieder, er gab uns Infos und Koordinaten über wilde Stellplätze und besichtigungswerte Ziele. Die Fahrt durch Connemara war einmalig beeindruckend. Felsenlandschaft, Moore mit einer vielfältigen Blütenpracht und braun gefärbten Bächen, die das huminsäurehaltige Moorwasser ableiteten.
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20. Tag Montag, 11.08.2008
Die Fahrt ging weiter über Clifton Richtung Cleggan auf eine Landspitze. Dort sahen wir eine Lobster Fisherie. Damit war der Speiseplan für den heutigen Abend festgelegt. Ich ging in die Hummerzuchtanlage und kaufte 2 Hummer. Sie wogen zusammen 800 g und kosteten 15 €. Wir fuhren wieder zurück auf die N59 und weiter nach Letterfrack am Connemara Nationalpark. Die Fahrt durch Connemara sahen wir herrliche Moorlandschaften mit einer für uns einzigartigen Vegetation. An den Wohnhäusern lagerten unter überdachten Plätzen Torf, der Brennstoff dieser Gegend. Torf als Brennstoff fanden wir in vielen Gegenden Irlands. Man erkennt es auch am Geruch. Es fing wieder stark an zu regnen und wir verzichteten auf eine Wanderung im Nationalpark. Bei der Weiterfahrt übernachteten wir auf dem CP Oldhead, an der Clew Bay. Hier bereitete Moni aus den Hummern ein köstliches Mahl. Erst buk sie Brot und dann wurden die Hummer gegrillt.
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21. Tag Dienstag, 12.08.2008

Unsere Fahrt ging weiter über Westport, Castlebar, Claremorris nach Knock, dem Wallfahrtsort der Iren. Dort herrschte eine angenehme Atmosphäre, angenehmer als bei den Wallfahrtsorten in Lourdes und Fatima, die wir bei früheren Reisen besucht hatten. Wir besichtigten das Museum von Knock und fuhren dann weiter über Sligo zu dem Glencar Wasserfall. Auf dem Parkplatz übernachteten wir. Wir steuerten den Platz primär als Übernachtungsplatz an. Der Wasserfall selbst ist recht unscheinbar. Es gibt dort auch eine Toilettenanlage.

22. Tag Mittwoch, 13.08.2008
Am Morgen schien die Sonne, die Luft war klar und ich konnte fotografieren. Die Fahrt ging weiter nach Garrison in Nordirland. In Nordirland sind die seitlichen Begrenzungslinien der Straßen plötzlich weiß statt gelb und die Post blau statt grün. Die Währung ist das Pfund Sterling. Bezahlen konnte man auch mit €uro, aber nur mit Scheinen. Münzgeld wurde nicht angenommen.
Auf der Fahrt Richtung Enniskillen, kommt man durch den Lough Navar Forest. Es gibt einen Rundweg durch einen einmalige Landschaft mit Mooren, Moorseen und Aussichtspunkten über weite Gegenden. Wie üblich hat einsetzender Regen und schlechte Fernsicht das Fotografieren verhindert. Unser nächstes Ziel war Enniskillen. Wir steuerten den ÜP am Lakeland Forum an.

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23. Tag Donnerstag, 14.08.2008
Wir machten einen Spaziergang durch die Stadt, besichtigten den "Buttermarket". Wie der Name sagt, wurde hier früher der Buttermarkt abgehalten. Heute befinden sich hier kleine Geschäfte, Künstlerwerkstätten und Kneipen. Unser nächstes Ziel war das Castel Museum.

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Irland 2008 512 a.jpg Es beherbergt zwei Museen. Das Museum von County Fermanagh, im anderen Teil präsentieren sich zwei Regimenter aus Enniskillen. Der weitere Routenverlauf wurde dann durch einen Reifenschaden bestimmt. Ein Autofahrer machte uns auf einen platten rechten Hinterreifen aufmerksam. Ich fuhr in einen Seitenweg und wechselte den Reifen. Zum Glück regnete es nicht. Das Schadensbild lies einen Totalschaden vermuten. Wir beschlossen direkt nach Derry, der nächst größeren Stadt zu fahren. Kurz vor Feierabend fanden wir eine Werkstätte. Innerhalb einer halben Stunde war der Reifen gewechselt und montiert. Zum Übernachteten fuhren wir zum Hollyday Park Golden Sands bei Downhill.


24. Tag Freitag, 15.08.2008
Wir fuhren zur Besichtigung nach Derry. In der Nähe des Stadtkerns konnten wir parken. Am Ferryquay Gaten bestiegen wir den Wall, der den Stadtkern umschließt. Vom Wall hat man eine gute Aussicht und man findet aufgereiht verschiedene Sehenswürdigkeiten. Die St. Columbskathedrale, die St. Augustinerkirche und das Museum. Es hat zwei Schwerpunkte, eine umfangreiche Ausstellung über die spanische Armada, deren Niederlage, sowie die Bergung eines ihrer Schiffe, das bei der Rückfahrt in der Bucht vor Derry sank. Ein Audioguide in deutscher Sprache machte die Sache verständlich.

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Irland 2008 546 a.jpg Der zweite Teil der Ausstellung behandelte die Stadtgeschichte. Diese ist geprägt von der Auseinandersetzung zweier Volkgruppen, der irischstämmigen und der britischen Siedlernachkommen. Besonders ab der Zeit nach dem ersten Weltkrieg bis in neuere Zeit. Hierzu gab es leider keinen deutschen Audioguide, sodass uns einiges unverständlich blieb. Während des Museumsaufenthaltes begann es wieder stark zu regnen. Wir verkürzten die Stadtbesichtigung auf ein Minimum und kehrten durchnässt zum Womo zurück. Zum Nächtigen fuhren wir auf einem Parkplatz am Roe Valley Country Park, einem Nationalpark, der sich an einem Fluss entlang zieht und zu einer Wanderung einlädt. Aber nicht unbedingt bei Regen. Derry war auch Ausgangspunkt gewalttätiger Auseinandersetzungen. 1971 wurden irisch-republikanische Bewohner durch die nordirische Regierung ohne Verfahren festgenommen und längere Zeit inhaftiert. Am 30. Januar 1972 demonstrierten die Betroffenen gegen diese Maßnahmen und gegen ihre soziale und wirtschaftliche Benachteiligung. Bei dieser Demonstration wurden 14 Demonstranten von britischen Fallschirmjägern erschossen. Die Iren bezeichnen es als Mord. Es wurden auch Personen bei der Verletztenhilfe erschossen. Der Tag ging als Bloody Sunday in die Geschichte ein.


25. Tag Samstag, 16.08.2008
Wir fuhren zum Magilligan Point, die Spitze der Halbinsel von Magilligan. Hier geht auch die Fähre zur Halbinsel Inishowen, die wir am nächsten Tag benutzen werden. Bei der Fahrt kommt man an militärische genutzten Schießständen und einem stark befestigten Zuchthaus vorbei. Ähnlich stark befestigt waren in nordirischen Städten auch die Polizeistationen. An der Landspitze steht der Mortello Tower. Solche Türme wurden in Folge der Auseinandersetzungen mit Napoleon in Großbritannien und Irland gebaut. Es ist in kleiner, runder und massiver Turm mit einer Kanone auf dem Dach, die in alle Richtungen schießen konnte. Unterhalb des Daches lebte die Besatzung. Im Keller wurde die Munition gelagert. Eine eigene Quelle machte einen langen Aufenthalt möglich. Wir fuhren weiter nach Portrush, dort sollte irgendeine Veranstaltung stattfinden. Bei der Fahrt durch die Stadt sahen in erster Linie Hallen für Spiele und Amüsements, es wirkte auf uns abschreckend. Wir übernachteten auf einer großen Parkfläche direkt am Strand.

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26. Tag Sonntag, 17.08.2008
Wir fuhren wieder zurück zum Magilligan Point und setzten mit der Fähre auf die Halbinsel Inishowen über. Von der Fähre aus fuhren wir zum Inishowen Head. Ich fotografierte den Leuchtturm, mehr gibt es dort nicht zu sehen. Wir fuhren dann zum Malin Head, dem nördlichsten Punkt von Irland. Es ist eine Fahrt durch ein abwechslungsreiches Gelände mit interessanten Aussichtspunkten. In Malin fotografierte ich eine Brücke mit zehn Bögen. Am Aussichtspunkt Malin Head übernachteten wir. Er reicht für zwei bis drei Womos.

27. Tag Montag, 18.08.2008
Nach dem Frühstück fuhren wir zurück. In Malin verließen wir die Strecke überquerten die Zehnbogenbrücke und fuhren über Buncrana, Derry, Coleraine nach Portrush um zu entsorgen. Unser nächstes Ziel war der Giants Causeway. Auf dem Weg dorthin gibt es einiges interessantes zu sehen. Bishop's Gate & Mussenden Temple. Im 18. Jahrhundert ließ der Bischof von Derry hier einen prächtigen Palast, Downhill Castle, und den Musseden Tempel errichten, welcher die Bibliothek des Bischofs enthielt. Von dem Bischofspalast stehen nur noch Ruinen. Er ist 1840 total ausgebrannt. Die nächste Ruine auf der Strecke war Dunluce Castle. Die Burg wurde im 1300 Jahrhundert auf einem in das Meer ragenden Basaltfelsen gebaut. Sie wurde zwar oft belagert, aber erst 1584 eingenommen. Dem neuen Burgherren wurde großer Reichtum beschert als 1588, ein Schatzschiff der stolzen spanischen Armada, beim nahe gelegenen Giant's Causeway auf Grund lief. Weniger Glück hatte der Burgherr als im Jahre 1639 ein Teil des Schlosses ins Meer rutschte. Die Küche mitsamt Köchen und Töpfen wurden weggespült.

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Bei der Weiterfahrt kommt man nach Bushmill. Dort steht die älteste, lizenzierte Whiskeydestille der Welt. Nach der Festigung der englischen Macht in Irland, kurz nach 1600, haben die geschäftstüchtigen Britten durch Lizenzvergaben den einheimischen Destillen wohl den Garaus gemacht. Wir bekamen jedoch keine Karten mehr für die letzte Besichtigung des Tages und fuhren weiter zum Giant's Causeway. Irland 2008 642 a.jpg



Dieser besteht aus fünf-, oder sechseckigen gleichmäßig geformten Basaltsteinen, die vor 50 Millionen Jahren entstanden, als glühende Lava zur Erdoberfläche drang und erstarrte. Der Giant’s Causeway besteht aus ca. 40000 Steinen verläuft etwa 5 Kilometer die Klippen entlang und endet im Meer. Er gilt als das größte Naturwunder Nordirlands und gilt bei der Unesco als Weltkulturerbe. Die wahre Entstehungsgeschichte ist allerdings eine andere. Der Damm wurde vom Riesen Finn MacCool erschaffen, der die Steine aufgetürmt hat, um trockenen Fußes nach Schottland marschieren zu können, wo er die Tochter des dort ansässigen Riesen ehelichen wollte. Auf der schottischen Gegenseite gibt es ähnliche Felsformationen. Wegen des regnerischen Wetters fuhren wir mit Bus zur Besichtigungsstelle. Der Fußmarsch dauert zwanzig Minuten. Anschließend schauten wir uns eine Videovorführung für extra Geld an, auf die man getrost verzichten kann. Wir übernachteten auf dem Parkplatz, den man vor 10.00 Uhr des nächsten Tages verlassen sollte. Da kommt der neue Parkwächter und kassiert erneut.


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28. Tag Dienstag, 19.08.2008

Wir fuhren zurück nach Bushmills und besichtigten die Whiskeydestille. Danach die übliche Kostprobe. Keine Bange, die Menge ist so bemessen, dass die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigt wird. Der nächste Besichtigungspunkt war die Carrick-a-Rede Rope Bridge. Es ist eine 25 m lange Seilbrücke die über einen 20 m tiefen Abgrund auf eine kleine Insel führt. Sie ermöglichte den Lachsfischern den Zugang zu den Fischgründen und ist sie heute eine beliebte Touristenattraktion. Wir verließen die Küstenstraße und fuhren in den Glengariff Forest Park. Wir machten einen Abstecher zum Dungonnell Staudamm. Übernachtet haben wir auf einem CP der Forstverwaltung von Glenariff Forest.

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29. Tag Mittwoch 20.08.2008
Nach dem Verlassen des Glenariff Forest ging es an der Küste weiter Richtung Belfast. In Larne besichtigten wir das Olderfleet Castle. Larne hat einen Fährhafen für die Verbindungen nach Schottland. Bei Belfast fanden wir im Hazelbank Park einen schönen Platz. Vom Park aus sind es 5 km zum Stadtzentrum. Es ist ein kleiner Park, liegt direkt am Meer mit einem Kinderspielplatz und einer Trinkwasserzapfstelle, die für Hunde eingerichtet wurde. Es gibt eine Toilettenanlage. Alkoholverbot war ausgewiesen und ein Hinweis, dass der Park von der Polizei kontrolliert wird. Ideal zum Nächtigen und als Ausgangspunkt zur Besichtigung von Belfast.
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30. Tag Donnerstag 21.08.2008
Wir fuhren mit dem Motorroller nach Belfast, machten uns bei der Touristinformation kundig und erkundeten mit dem Stadtplan in der Hand die Stadt. Beim Lesen des Stadtplans bot uns ein Passant seine Hilfe an. Wir haben die Iren als sehr hilfsbereit erfahren. Auch auf dem Lande klopfte ein Herr, der uns beim Kartenstudium beobachtete an die Scheibe und bot uns seine Hilfe an. Das Rathaus konnte wegen Renovierungsarbeiten leider nicht besichtigt werden. Wir zogen dann weiter zu dem 1894 erbauten Grand Opera mit der herrlichen Fassade. Gegenüber liegt der Crown Liqour Saloon, der älteste Pub Nordirlands. Eine sehenswerte historische Bar, mit Gaslampen. Nicht alle Lampen wurden mit Gas betrieben. Ein Teil waren elektrische Lampen. Die elektrischen Leuchtkörper sahen den Gasglühstrümpfen täuschend ähnlich. Wir tranken natürlich ein Guinness und kamen dabei mit einem Gast, der als britischer Soldat bei der Rheinarmee gedient hatte ins Gespräch. Weitere Besichtigungspunkte waren die die St. Anne's Cathedral und der Albert Memorial Clock Tower. Der Turm wurde 1869 erbaut, der an den früh verstorbenen Gemahl Königin Victorias erinnert.


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31. Tag Freitag 22.08.2008

Wir fuhren die Küste entlang weiter nach Süden. In Portaferry setzten wir mit der Fähre über. Während der Fahrt wurden häufig die Gegensätze der zwei Bevölkerungsgruppen sichtbar. In manchen Orten sah man am Ortseingang ein kleines Schild mit zwei, einander reichenden Händen und dem Wort NEIGHBOURHOUD, Nachbarschaft. Anderen Ortschaften hatten am Ortseingang ein triumphbogenähnliches Gebilde. Die Straße unter dem Bogen und Randsteine innerhalb der Stadt waren mit britischen Farben bemalt. Hier wird es wohl noch einige Generationen andauern bis NEIGHBOURHOUD praktiziert wird. Ab Newcastle wählten wir eine Strecke durch die Mourne Mountains und machten einen Abstecher zum Spelga Dam. Zwischen Newry und Dundalk betraten wir wieder die Republik Irland. Das britische Irland hat für die republikanischen Irländer auch Vorteile. Dort lässt sich wesentlich günstiger Einkaufen. Bei Drogheda steuerten wir Mellifont Abbey an. Es gibt dort einen großen Parkplatz, der durch Schwelle unterteilt war. Wir stellten uns auf den hinteren Teil des Platzes. Am Abend kam ein Herr und erklärte uns, dass er den Platz bis morgen 9.00 Uhr absperre, wir aber stehen bleiben können. Später brachte er uns dann noch Informationsmaterial über Veranstaltungen. Der vordere Teil des Platzes blieb zugänglich.

32. Tag Samstag 23.08.2008
Wir besichtigten die Ausstellung zur Klosteranlage und anschließend das Kloster selbst. Einzigartig für irische Klöster ist das achteckige Gebäude das Lavabo, Waschraum, des Klosters. Nach der Besichtigung fuhren wir direkt nach Dublin auf den Campingplatz Camac Valley.


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33. Tag Sonntag 24.08.2008
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Motorroller in das Stadtzentrum. Wir machten eine Stadtrundfahrt mit dem Touristenbus und besichtigten dabei die verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Unter anderem auch die Statue von Molly. Molly Malone eine Fischverkäuferin des 17. Jahrhunderts, wird in einen irischen Volkslied besungen und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Das Touristikbüro befindet sich in einer umgebauten Kirche. Nach der Britannisierung Irlands im 16. Jahrhundert wurden nach britischem Vorbild die Church of Ireland gegründet. Als Konsequenz gingen die Kirchen und Kathedralen Irlands in den Besitz der „Church of Ireland“ über. Nach der Unabhängigkeit Irlands 1922 verminderte sich die Mitgliederzahl der Church of Irland drastisch. Kirchen stehen leer oder werden anderweitig benutz, als Fremdenverkehrsbüro. Für die Erhaltung der wichtigen Kathedralen steht der „Church of Ireland“ kaum mehr finanzielle Mittel zur Verfügung. Heute fand das Halbfinalspiel im All-Ireland Senior Football Championship zwischen Kerry und Cork, im Gaelic Football, statt. Gaelic Football ist eine Mischung aus Hand- und Fußball und wird mit kräftigem körperlichem Einsatz gespielt. Die Fans der Auswahl von Kerry bestimmte in ihren grün gelben Farben das Stadtbild.

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34. Tag Montag 25.08.2008
Wir fuhren südwärts in die Wicklow Mountains, zum Sally Gap. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die sanften Hänge des Gebirges. Es war für uns eine der schönsten Gegenden während unserer Fahrt. Ganze Berghänge leuchteten violett durch blühendes Heidekraut und dazwischen kleine, durch Moorwasser dunkel gefärbte Bergseen. Wir fuhren dann zum Powerscourt Wasserfall. Es ist der höchste Irlands. Der Fluss Dargle stürzt hier ca. 100 m in die Tiefe. Unser nächstes Ziel war die Klosterruine Glendalough. Auf dem Parkplatz übernachteten wir.

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35. Tag Dienstag 26.08.2008

Wir besichtigten die Klosteranlage. Die Klostersiedlung ist die berühmteste und die wohl schönste in ganz Irland. Hierbei handelte es sich nicht um eine der üblicherweise geschlossen Klosteranlagen, sondern um eine auf einer großen Fläche verteilten Wohngemeinschaft aus Mönchen, Nonnen und Familien. Im 6. Jahrhundert kam der heilige Kevin als Eremit in dieses Tal. Die Eremitage entwickelte sich zu einem klösterlichen Zentrum. Überragt werden die Ruinen von einem 33 Meter hohen Rundturm aus der Wikingerzeit. In ihm wurden wohl die Kostbarkeiten des Klosters vor den plündernden Wikingern geschützt. St. Kevin's Kitchen ist eine kleine Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Den Spitznamen erhielt sie, weil ihr Turm mehr einem Kamin ähnelt. Im 12 Jahrhundert lebten im Tal von Glendalough mehr als 3000 Menschen. 1398 wurde das Kloster von englischenTruppen großteils zerstört. Das endgültige Ende kam 1539 als der englische König Heinrich VIII. alle irische Klöster auflöste. Es gibt ein Besucherzentrum mit einer Ausstellung. Die Ausstellung war eine der besten und informativsten, die wir gesehen haben. Eine Videovorführung und die anschließende Führung waren gut verständlich, was bei anderen Führungen nicht immer der Fall war. Wir fuhren dann Richtung Arklow und von da die Küste entlang nach Wexford. Kurz davor fanden wir am Naturreservat Raven Wood einen Platz zum Nächtigen.

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36. Tag Mittwoch 27.08.2008
Unsere Fahrt führte wieder in Landesinnere nach Kilkenny. Wir kamen dabei durch New Ross. Hier besichtigten wir den Nachbau eines Schiffes, mit dem nach der großen Hungersnot von 1840 viele Iren auswanderten. Eine Videovorführung informierte über den Bau des Schiffes, über die Ursachen der Auswanderungen und die Verbindung zum amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, dessen Vorfahren aus der Gegend stammten und dessen Urgroßvater von hier aus nach Amerika auswanderte. In Kilkenny gingen wir auf den CP.
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37. Tag Donnerstag 28.08.2008
Nach dem Frühstück liefen wir in die Stadt, es sind ca. 30 Minuten zu Fuß. Einen Teil des Weges kann man im Schlosspark zurücklegen. Kilkenny hat ein riesiges Castle, das erst in neuester Zeit aufwändig restauriert wurde. Wir nahmen an einer Führung Teil, verstanden aber sehr wenig. Die St. Canice's Cathedral, ist die zweitgrößte Kathedrale Irlands. Das Wahrzeichen der Stadt ist die St. Mary's Cathedral mit ihrem 60 m hohen Turm. Es gibt einen Stadtkern mit alter, massiver Bausubstanz und einigen historischen Gebäuden. Am Schnittpunkt der St. Kieran Street mit der High Street steht The Thosel, das 1761 erbaute Rathaus. Es wird von einem achteckigen Türmchen gekrönt. Im Erdgeschoss befindet sich ein Fleischerladen mit einem vielfältigen Angebot.
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Die St. Kieran Street ist gesäumt von kleinen Kneipen und Geschäften mit farbenfrohen Fassaden. In Bollards Bar & Bistro tranken wir unser erstes Kilkenny auf dieser Reise. Am Abend spielte eine drei Mann Kapelle traditionelle irische Musik. Die Straßen und Häuser waren in ein gelb schwarzes Fahnenmeer getaucht. In der folgenden Woche wurden die Hurling Championships ausgetragen und die Kilkenny Cats sind in der Endrunde mit dabei. Hurling ist eine Sportart ähnlich dem Hockey. Der Schläger hat die Form einer abgeflachten Keule. Wie Videos in Schaufenstern zeigten, ging es dabei auch kräftig zur Sache. Kilkenny wurde zum dritten Mal in Folge All-Ireland Hurling-Champion.



38. Tag Freitag 29.08.2008
Heute ist die letzte Etappe unserer Rundfahrt. Es geht zurück zum Ausgangspunkt nach Cork. Wir fuhren über Waterford nach Lismore. Über dem Fluss Blackwater thront das Lismore Castle. Die alte Brücke unterhalb des Schlosses bietet ideale Fotografiermöglichkeiten. Am frühen Nachmittag erreichten wir Cork. Die Parkplätze am Fährhafen waren versperrt. Wir umrundeten die Bucht, fanden aber nirgends eine Stelle zum Nächtigen. Wir fuhren zurück zum Fährterminal und stellten uns neben das Terminalgebäude.
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39. Tag Samstag 30.08.2008
Die Abfahrt erfolgte um 16.00 Uhr. Da die Seeoberfläche flach und ruhig wie eine Tischplatte war, hatten wir eine angenehme Überfahrt. Ein Stück des Weges begleiteten uns Delphine.


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40. Tag Sonntag 31.08.2008
Um 7.00 Uhr kamen wir in Roscoff an. Wir fuhren über St. Malo Richtung Le Mont St. Michel. Nach Cancale kauften wir am Straßenrand zwei Dutzend Austern, die wir auf dem vorderen Park- und Stellplatz vom Mont St. Michel zu frischem Baguette mit Butter und Sekt genossen. Le Mont besuchten wir nicht. Dafür schauten ich mir die Ausstellung und Baustelle des Sperrwerkes an, wodurch der Berg wieder zur Insel werden soll. In der Ausstellung wird durch Videoanimationen gezeigt, wie Le Mont wieder zur Insel wird und wie die Parkplatzanlage mit Womostellplatz später aussehen soll.

41. Tag Montag 1.09.2008
Wir starten zur Rückfahrt nach Hause. Es geht über Paris die N4 nach Toul. In Viot, einem kleinen Ort, fanden wir mitten in an einem Kanal einen Übernachtungsplatz.

42. Tag Dienstag 2.09.2008
Rückfahrt über Metz Saarbrücken in die Kurpfalz.

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