Camping in den Ländern Europas

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Camping in Frankreich

Frankreich bietet ein sehr dichtes Netz von Campingplätzen, die zu einem grossen Teil noch sehr preiswert sind. Im Inland gibt es in vielen Gemeinden Übernachtungsplaetze, wo man sich zu einem Preis von 8 bis 15 DM/Nacht einen Stellplatz suchen kann. Bezahlt wird normalerweise bei einem Gemeindebediensteten, der nur zwischen 18 Uhr und 21 Uhr auf dem Platz ist. Plätze in Fremdenverkehrsgegenden sind selbstverständlich etwas teurer; normalerweise liegen die Preise zwischen 20 und 30 DM/Nacht (2 Personen, Caravan, Auto), fast nie über 40 DM Die Landschaften Frankreichs sind so abwechslungsreich wie sonst kaum irgendwo in Europa. Außer der Côte d´Azur an der Mittelmeerküste, dem Tal der Ardèche ( einem Paradies für Kanuten und solchen, die es werden wollen), dem Jura und der Auvergne für Wanderer und Radfahrer, dem Elsass für Geniesser und den steilen Felsen und den Sandstraenden der Bretagne sowie der Atlantikküste gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, seinen Urlaub in Frankreich zu verbringen.

Camping in Italien

Italien bietet ein großes Angebot an Campingplätzen, allerdings sind auch die Preise für einen Stellplatz europäische Spitze. Echte Hochpreisgegenden sind speziell Sardinien und Elba. Jedoch ist auch der Gegenwert im Bereich Sanitärangebot und Gästebetreuung (z.B. Animation) sehr hoch. Beliebtestes Gebiet für Camper aus dem deutschsprachigen Raum ist die obere Adria zwischen Grado und Venedig sowie die die oberitalienischen Seen (z.B. Gardasee). In südlicheren Regionen (z.B. Toskana, Sardinien, Kalabrien, Apulien) sind italienische Campinggäste in der überzahl. Das bedeutet, dass dort aufgrund der Urlaubsregelungen in den italienischen Großfabriken der Höhepunkt der Urlaubswelle im August ist, somit der Juli noch erträglich ist. Die Belegung der Campingplätze in der Hauptsaison nimmt zum Teil solche Ausmaße an, dass fallweise ohne eine Reservierung kaum ein Platz zu bekommen ist. Darüber hinaus werden Camper an manchen Plätzen mit Mindestaufenthaltsdauern gequält. Für Wintercamping bieten sich etliche Plätze im Gebiet der Dolomiten, im Aostatal oder im Piemont an.

Wie kann ich als Camper Venedig besuchen?

Venedig ist bekanntermaßen eine autofreie Stadt und bringt auch sonst nicht ideale Voraussetzungen für Camper und Wohnmobilisten mit. Dennoch gibt es einige günstige Möglichkeiten:

Mit dem Wohnmobil kann man auf der üblichen Zufahrt über den Damm auf dem "Tronchetto" parken. Auch das Übernachten ist dort gestattet. Mit dem "Vaporetto" (öffentliches Verkehrsmittel auf dem Wasser), gibt es eine günstige Anbindung, u.a. auch zum Markusplatz. Die Preise für 24 Stunden Parken sind allerdings recht hoch, etwa € 37.

Günstigere Parkmöglichkeiten gibt es in Punta Sabbioni, der Endpunkt jener Halbinsel, die sich von Jesolo als Littorale del Cavallino bis knapp vor Venedig erstreckt. Mehrere gebührenpflichtige Parkbereiche sowie auch Gratisparkplätze stehen dort zur Verfügung. Da auf den gebührenfreien Parkbereichen schon fallweise von Autoeinbrüchen berichtet wurde, empfiehlt sich das Abstellen des Fahrzeugs auf dem auch für Wohnmobile geeigneten Parkplatz des ACI auf der rechten Seite, auf dem auch das Übernachten für Wohnmobilisten möglich ist. Die Gebühr beträgt ca. € 15 / Tag. 100 m von den Parkplätzen entfernt fahren die Vaporetti zum Markusplatz (ca. 40 Min) sowie zum Lido von Venedig und zu den Laguneninseln.

Das Angebot an Campingplätzen befindet sich ebenfalls überwiegend am Littorale del Cavallino. 2 Plätze, Camping Miramare und Camping Marina di Venezia befinden sich in unmittelbarer Nähe der Schiffsablegestelle von Punta Sabbioni (500m bzw. 2 km). Eine große Anzahl weitere Plätze liegt an den Sandstränden in Richtung Jesolo. Öffentliche Busse oder organisierte Ausflüge der Campingplätze ermöglichen die Fahrt nach Punta Sabbioni.

Ein weiterer Campingplatz, der ganzjährig geöffnet hat, befindet sich südwestlich von Venedig in Fusina und besitzt ebenfalls eine Vaporettoverbindung.

Eine einfache Fahrt mit dem Vaporetto kostet 7 €, eine 24-h-Karte 20 €. Für weitere Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln in Venedig: http://www.actv.it

Camping in Kroatien

Kroatien mit Istrien, den Kvarner Inseln und der langen dalmatinischen Küste besitzt lange Felsküsten mit einigen Kiesbuchten. Sandstrände sind selten. Das größte Angebot an Campingplätzen bietet Istrien, und da speziell die Westküste. Es gibt einerseits riesige Campingplätze mit 100 ha, andererseits winzige Familiencampings, sehr gute Sanitärausstattung bis zu "verfallenden" Sanitärgebäuden, in jedem Fall aber vergleichbar günstige Preise. Viele Plätze (die meisten in Europa) sind FKK-Plätze. Die Kvarner Inseln Cres, Losinj, Krk und Rab bieten ebenfalls attraktive Campingplätze, der Norden von Rab wartet mit einem Sandstrandparadies auf. Die dalamatinische Küste weist aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen am Anfang der 90-er Jahre einen erst wieder langsam einsetzenden Tourismus aus. Camping in Griechenland

Günstige Preise, kleine Plätze, möglichst wenige Reglementierungen und häufig nicht überfüllte Plätze erwarten den Campingurlauber inGriechenland. Der Sanitärkomfort bleibt in manchen Fällen auf der Strecke, die Atmosphäre entschädigt dafür bei weitem. Eine äußerst abwechlungsreiche Landschaft und ein nicht allzu dichtes Netz an Campingplätzen erfordert aber eine gute Planung. Die weite Anreise wird durch ein immer komfortableres Angebot an Fährschiffen erleichtert. Als Familiencampinggebiet gilt wegen der Sandstrände der Nordwesten der Peloponnes.

Camping in Österreich

Das bevorzugte Sommercampinggebiet ist das Bundesland Kärnten mit seinen unzähligen Seen und dem bevorzugten Klima südlich der Alpenhauptkette sowie dem hohen Standard der Plätze. Für Wintercamping in der Nähe von Schigebieten bieten sich die Bundesländer Vorarlberg, Tirol und Salzburg an.

Camping in Großbritannien

(Beitrag von Uli Messerschmidt)

Fähren

Die günstigsten Preise für die Überfahrt richten sich nach Fahrzeughöhe und -länge, Überfahrtsdatum und Uhrzeit. Rückfahrtickets sind oftmals nur dann günstiger, wenn innerhalb einer sehr begrenzten Zeit (oft einige wenige Tage) die Rückreise angetreten wird. In Reisebüros findet man jedoch oft auch sehr günstige Angebote. Überfahrten auf den Kurzstrecken (z.B. Calais - Dover) müssen nicht im Vorhinein gebucht werden, die Kapazitäten sind so ausreichend, dass meist auch keine nennenswerten Wartezeiten anfallen. Für Überfahrten auf den Langstrecken (z.B. Amsterdam - Newcastle) ist eine rechtzeitige Buchung unbedingt erforderlich. Folgende Reedereien sind auch im WWW vertreten:

Für Hoverspeed (Luftkissenboot bzw. Katamaran) gelten allerdings Einschränkungen hinsichtlich der Fahrzeughöhe und -länge (Höhe: 3,10 m). Eine weitere Alternative bietet der Tunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Calais und Folkestone:

Informationen für Fähren in Schottland findet man unter:

Camping

In Großbritannien ist Camping sehr beliebt, entsprechend viele Campingplätze sind verfügbar. Die Ausstattung der Plätze ist mit der in Deutschland meist nicht vergleichbar. Die Duschen verfügen meist über keinerlei Spritzschutz, warmes Wasser an den Waschbecken erhält man meist nur, indem man das Becken mit heißem Wasser aus einem Hahn und kaltem Wasser aus einem anderen Hahn befüllt. Ebenso sind Einzelwaschkabinen eher selten vorhanden. Die Einrichtungen zum Spülen von Geschirr sind meist auch eher einfach ausgeführt. Die Sauberkeit in den WC-Anlagen ist in der Regel groß. Die Stellplätze sind oft großzügig bemessen. Der Untergrund ist meist dichtes Gras. Allerdings sind die Stellplätze sehr oft sehr schief. Da die Briten selbst viel mit Zelt, Klappcaravan oder Wohnwagen (oft ohne Vorzelt) Urlaub machen, Wohnmobile jedoch eher Mangelware sind, findet man relativ selten spezielle Entsorgungsplätze für Wohnmobile. Meist ist es aber möglich, das Abwasser mit einem Schlauch dort zu entsorgen, wo die anderen Camper ihr Abwasser hineinschütten. Die Entsorgung von Cassettentoiletten ist problemlos. Oft gibt es auch eine Trennung in Plätze für Zeltcamper und Plätze für Caravan- und Wohnmobilfahrer. Die Anlagen sind an den Straßen meist sehr gut mit den entsprechenden Piktogrammen ausgeschildert. Das freie Übernachten ist nicht gestattet.

Campingführer

Der ADAC-Führer ist in weiten Bereichen äußerst unbrauchbar, da er nur für Tourismus-Hochburgen Plätze ausweist. Diese sind dann auch meist sehr frequentiert; auf manchen wird in der Hochsaison eine Mindestaufenthaltsdauer von einer Woche verlangt. Bei der British Tourist Authority (BTA) des eigenen Landes bekommt man eine kostenlose Broschüre mit einer Auflistung weiterer Plätze. Die Telefon- bzw. Faxnummern und e-mail-Adressen der BTA findet man unter http://www.visitbritain.com. Der Schwesternclub von ADAC und ÖAMTC, der AA, gibt ein dem ADAC-Führer analoges Werk heraus. Auf der Homepage des AA (http://www.theaa.co.uk) ist dieses jedoch nur als CD-ROM erhältlich. Wenn die Platzqualität weniger Rolle spielt, so eignet sich auch ein entsprechender Straßenatlas, in dem die Campingplätze verzeichnet sind, z.B.: EURO-Reiseatlas 1:300 000 Großbritannien/ Irland RV-Verlag DM 19,90 / ATS 145,00/ SFR 19,00 Weiters eignet sich: Alan Rogers' Good Camps Guide, Britain and Ireland, Haynes Publishing, ISBN 0 901586 71 4, £ 7,99 Countriside Discovery gibt eine Beschreibung von 31 Campingplätzen in schöner Lage und guter Qualität. Die Broschüre erhält man bei http://www.countryside-discovery.co.uk. The Caravan Club ist unter http://www.caravanclub.co.uk erreichbar und gibt ebenfalls an seine Mitglieder eine Auflistung von Plätzen. Auch die Forestry Commission unterhält eine Reihe von Campingplätzen verschiedener Ausstattung in landschaftlich schöner Lage: http://www.forestry.gov.uk

Straßen

Kartenmaterial EURO-Reiseatlas 1:300 000 Großbritannien/ Irland RV-Verlag DM 19,90 / ATS 145,00/ SFR 19,00 Straßenzustand Für ein zügiges Weiterkommen empfiehlt sich die Verwendung von Autobahnen (motorways). Zu Staus kann es in den Ballungsgebieten und auf der M25 um London kommen, die als "Britain's biggest Parking" bezeichnet wird. Alle anderen Straßen sind nicht kreuzungsfrei, wobei die Kreuzungen fast immer durch Kreisverkehre gebildet werden. Meist handelt es sich um Kreisverkehre mit Vorrang, d.h. der bereits im Kreisverkehr Befindliche hat Vorrang gegenüber dem in den Kreisverkehr Eintretenden. Große Kreisverkehre sind oft zweispurig, in kleinen Ortschaften fallen sie jedoch oft äußerst eng aus.Die Straßennummern sagen nichts über die Straßenbreite oder -qualität aus. Kleine Landstraßen sind oft nur einspurig, im Schottland gibt es viele dieser single-lane roads, die jedoch markierte Ausweichstellen haben. Die Beschriftung der Straßen ist manchmal etwas verwirrend, auf jeden Fall benötigt man gutes Kartenmaterial. Für die Verwendung mancher Brücken u.ä. wird oft eine Maut eingehoben.

Parkgebühren Nahezu überall, wo Parken möglich ist, wird dafür eine Gebühr eingehoben. Sie ist für PKW und Wohnmobile gleich und beträgt meist £ 1,00 - 1,50. Weitere Informationen

Touristeninformation

Vor Ort In vielen Orten gibt es eine Touristeninformation, die auch bei der Vermittlung von Campingplätzen hilft. Zusätzlich liegen in allen (größeren) Geschäften, Supermarktketten, Tankstellen und natürlich bei Campingplätzen Folder über Attraktionen in der näheren und weiteren Umgebung auf. Vielfach enthalten diese Folder auch Ermäßigungsgutscheine.

WWW

Allgemein und England

Bücher

Verpflegung Am Campingplatz Shops auf Campingplätzen bieten meist nur das Allernötigste.

Supermarktketten

Auf Supermarktketten wird oft schon auf lokalen Wegweisern mit "superstore" hingewiesen.

Verbreitete Ketten sind:

Camping in Schweden

Um es vorwegzunehmen: An den Service und die Ausstattung der schwedischen Campingplätze kann man nicht dieselben Ansprüche stellen wie z.B. in Deutschland, Österreich oder Frankreich. Die Plätze sind in der Regel eher naturverbunden ausgestattet, Luxus-Plätze wird man lange suchen müssen. Dafür sind Campingplätze in Schweden - außer in Schonen, der südlichsten Provinz - außerordentlich preiswert. Zur Überraschung der Mitteleuropäer sind die eher dünn gesäten Plätze im Norden Schwedens deutlich besser als die im Süden: Da die Schweden selbst ein campingfreundliches Volk sind, strömt in den schwedischen Sommerferien (meist von Mittsommer bis zum ersten Augustwochenende) alles an die Sandstrände der Ostsee - die es quasi nur von Varberg südwärts über Malmö, Ystad bis Karlskrona, auf Öland und Gotland gibt - und die damit trotz minimaler Ausstattung und Service (relativ) hohe Preise nehmen können. Im Norden - besonders nördlich der Linie Stockholm-Oslo - sieht das schon anders aus, da gibts schon mal Sauna oder beheiztes Freibad inklusive. Und natürlich ist außerhalb der schwedischen Hauptreisezeit - also schon im August - alles viel ruhiger und billiger. Zu empfehlen ist, sich vor dem Urlaub eine schwedische Campingscheckkarte zu besorgen. Der schwedische Campingverband http://www.scr.se schickt diese ohne große Formalitäten zu. Unter der vorgenannten Adresse erhält man auch Auskünfte über die einzelnen Campingplätze. Auf befestigten Straßen kann - außer in unmittelbarer Nähe von bewohnten Gebäuden - überall für eine Nacht geparkt und übernachtet werden. Über Kriminalität (Überfälle) ist nichts bekannt.

Noch folgende wichtige Punkte: Erstens ist Autofahren in Schweden ein Genuß - das Wort "Stau" ist außer in den Städten Malmö, Stockholm und Göteborg unbekannt. Zweitens sind Lebensmittel deutlich teurer als in Deutschland (etwa das 1,5fache des deutschen Preises). Drittens sind sämtliche Alkoholika mindestens dreimal so teuer wie in Deutschland (auch Bier !!). Viertens gibt es ab Mitte Juli - außer an der Küste und den großen Seen - jede Menge Mücken ("Swedish Air Force"). Und Fünftens ist Schweden - egal ob Mittelgebirge, Gotland oder die Schären - ein herrliches Land.

Ab Juni 2000 ist Schweden über die Öresundbrücke von Kopenhagen nach Malmö "trocken" zu erreichen. Wer trotzdem auf die Fähre nicht verzichten will: http://www.skandinavien.de/Reisen/Transport

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