Überfall, Einbruch, Diebstahl

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Einbruch


Sind Autobahnraststätten gefährlich für eine Übernachtung?

Die Meinungen in der Newsgroup laufen tendenziell dahingehend, dass Übernachtungen auf Autobahnraststätten ein gewisses Risiko darstellen. Einbrüche in Fahrzeuge, in denen Urlauber schlafen, finden generell zwar selten statt, wenn doch, treten sie jedoch meist an Autobahnraststätten auf.
Am meisten betroffene Länder sind Frankreich, Spanien und Italien. Häufig wird zu diesem Zweck noch ein Betäubungsgas eingesetzt.
Abstellen des Fahrzeugs neben LKW oder Wohnmobilkollegen ist meist wenig hilfreich. Gegen das Übernachten auf Autobahnraststätten spricht natürlich auch die entsprechende Lärmentwicklung verbunden mit Abgasen.
Als Lösung des Problems wird empfohlen, von der Autobahn abzufahren und einen geeigneteren Übernachtungsplatz zu suchen, etwa einen Dorfparkplatz oder den Parkplatz eines Restaurants, bei dem man zu Abend isst.

Wie kann ich mich vor Einbrüchen schützen?
Während Einbrüche in der Nacht ("Gasüberfall") selten vorkommen, sind Einbrüche in ein unbesetzt abgestelltes Fahrzeug in manchen Ländern eher häufig.
Diebstählen von ganzen Fahrzeugen beschränken sich hingegen auf extrem seltene Einzelfälle.
4 Punkte sind zu beachten:

  • Standortwahl
  • Bewachung
  • Wertsachen
  • Einbruchsschutz

Dem Standort des Abstellens kommt entscheidende Bedeutung zu. Hier ist in erster Linie der regionale Aspekt zu berücksichtigen.
Länder, in denen öfters eingebrochen wird, sind beispielsweise Spanien, Frankreich, Italien, Polen, Tschechien und Slowakei.
Weiters ist zu beachten, dass in Großstädten häufiger Einbrüche stattfinden als in kleinen Dörfern. Touristenorte am Meer sind ebenfalls gefährdeter. Als einbruchsgefährdete Gebiete gelten beispielsweise die Côte d'Azur, Marseille, Korsika, Neapel und Rom. Weiters ist das Abstellen auf belebten Plätzen oder am besten neben Polizeistationen sicherer.
Das dichte Parken mehrerer Wohnmobile nebeneinander hingegen gibt einem Einbrecher optimalen Sichtschutz.
Das Bewachen eines Fahrzeuges durch den Fahrzeugbesitzer, während sich die weiteren Familienmitglieder Badefreuden hingeben, stellt wahrscheinlich die Ausnahme dar. Ein Hund im Fahrzeug (speziell für die Nacht) ist jedoch als praktikabler Einbruchsschutz verbreitet, wobei natürlich auch hier das Zurücklassen eines Hundes im Fahrzeug nicht jeder Hundebesitzer übers Herz bringt.
Bewachte Parkplätze, Wohnmobilstellplätze und Campingplätze bieten zwar keinen ausreichenden Schutz, das Einbruchsrisiko ist an solchen Plätzen jedoch geringer.
Welche Wertsachen sich im Fahrzeug befinden, ist für den potentiellen Einbrecher zwar meist nicht sichtbar, dass sich in einem Wohnmobil in der Regel mehr brauchbare Dinge befinden als in einem einheimischen PKW, erscheint logisch.
Während manche Einbrecher wahllos alles Transportable mitnehmen, suchen andere wieder gezielt nach wertvolleren Sachen: Bargeld, Kreditkarten, Schmuck, Reisepässe, Foto- und Videoausrüstung, Autoradio und CD-Wechsler.
Das Mitnehmen dieser wertvollen Sachen oder deren Sicherung (Keycard Autoradio) ist daher empfehlenswert. Als Alternative dazu bieten sich versperrbare Kassetten (z.B. Brabantia für Reisepässe und Geld) und Tresore (z.B. Alko-Tresor für Fotoausrüstung), die mit dem Fahrzeug verschraubt werden, an.
Einen 100-prozentigen Einbruchsschutz gibt es nicht (wer hinein will kommt hinein, notfalls mit Gewalt!), sofern man nicht mit einem gepanzerten Fahrzeug den Urlaub verbringen will.
Durch das Einschlagen von Scheiben ist das Betreten des Fahrzeugs fast immer möglich.
Eine wichtige Rolle spielen jedoch der Zeitfaktor und das in Kauf zu nehmende Aufsehen.
Als Schwachstellen bei Wohnmobilen gelten die Fahrerhaustüren, die Aufbautüren, die Wohnraumfenster und die Dachluke. Das Sichern der Fahrerhaustüren kann durch eine Kette oder ein Stahlseil erfolgen, das an den beiden Türen befestigt wird und mit einem Vorhängschloss gesichert wird.
Für die Aufbautür eignen sich massive Haustürschlösser, die mit etwas Erfindungsgeist an das Fahrzeug angepasst werden können.
Auch eine selbstgebastelte Lösung mit einer funkbedienbaren Zentralverriegelung, die innen einen Riegel vorschiebt, ist denkbar.
Hecktüren von Kastenwagen lassen sich ebenfalls mit einer Kettenlösung sichern. Problematisch ist die Sicherung der simplen Kunststoffverriegelung der üblichen Wohnraumausstellfenster (Marke Seitz und andere), die Sicherung von Schiebefenstern ist einfacher.
Eine Sicherung der Dachluke ist meist nur durch das Nichtvorhandensein einer Dachleiter oder deren mechanische Blockierung gegeben.
Eine Alarmanlage bietet zwar zusätzlichen Schutz, es ist jedoch zu bedenken, dass vielerorts eine lärmende Alarmanlage niemanden mehr auf den Plan ruft und man sich selbst meist nicht in Hörweite befindet.
Als wichtigter Aspekt erscheint jedoch die Tatsache, dass man auf einen Einbruch vorbereitet ist, sich vor lauter Angst nicht den Urlaub verderben lässt und selbst im Falle des Falles die Sache nicht so tragisch nimmt.
Gibt es professionelle Einbruchssicherungen?
Einen speziell für alle Wohnmobilarten (Aufbauten und Ausbauten) konstruierten umfassenden Einbruchsschutz bietet die Firma Oelmühle mit der Produktreihe Quick-Safe: www.quick-safe.de Die Erfahrungen mit diesem System waren in der Newsgroup durchwegs positiv.
Die italienische Firma Fiamma (u.a. Hersteller von Markisen und Fahrradträgern) bietet einen versperrbaren Bügel an, der als Handlauf (aufgeklappt) und Blockierer (versperrt) für die Aufbautür verwendbar ist. Beziehbar über den Campingfachhandel.
Ein Bügel, der Fahrerhaustüren mit dem Fahrerhaus verschraubt bietet die Firma Luther in D-37269 Eschwege an, zu beziehen u.a. über www.reimo.com
Weitere Sicherungssysteme von der Firma Wessler in D-57627 Hachenburg.

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